Muskelkater: Gut oder schlecht für deinen Körper?

Lohnt sich das Leiden? Ob Muskelkater gut oder schlecht für deinen Körper ist, wie du die Schmerzen am besten vorbeugst & linderst, erfährst du hier.

Die gute Nachricht zuerst: Muskeln lassen sich auch ohne große Schmerzen aufbauen. Regelmäßiges Training und gesunde Ernährung reichen aus, die Belastungsgrenze voll auszureizen ist also gar nicht unbedingt nötig. Trotzdem gehört der Schmerz für viele zu einem guten und erfolgreichen Training dazu. Machen sie etwas falsch? Wir zeigen dir, ob Muskelkater gut oder schlecht für deinen Körper ist.

Muskelkater – gut oder schlecht?

Das Prinzip von Muskelkater ist einfach erklärt. Werden deine Muskeln stark beansprucht, bilden sich in den Fasern kleine Risse. Wurden die Muskeln zu stark belastet, löst das eine Entzündungsreaktion aus. Dein Körper muss die kaputten Fasern wieder zusammensetzen, ist dafür im Nachhinein allerdings auch belastbarer. Im Grunde ist Muskelkater also ein gutes Zeichen, das zeigt, dass deine Muskeln wachsen.

Wie lindert man die Schmerzen?

Sind die Muskeln erst einmal überbelastet, müssen die Entzündungen gelindert werden. Vorsichtiges, dynamisches dehnen und Wärme können helfen, da sie die Durchblutung anregen. Kirschsaft enthält Antioxidantien, die ähnlich wie Schmerzmittel wirken und entzündungshemmende Stoffe beinhalten.

Wichtig: Die betroffene Stelle solltest du auf gar keinen Fall massieren! Das würde die Muskelzellen zusätzlich reizen. Auch entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen können den Schmerz lindern, allerdings könnten die Muskelfasern dadurch beim Wiederaufbau gehindert werden.

Wie lange darf Muskelkater dauern?

Ein leichtes Ziehen am Tag nach dem Training ist vollkommen normal und tritt in etwa 12 Stunden nach der Belastung auf. Bei moderatem Training reichen den Muskeln um die 48 Stunden zur Regeneration. Hast du nach dem zweiten Tag immer noch Schmerzen, war die Intensität wahrscheinlich schon zu hoch.

Auch, wenn du keine Schmerzen mehr spürst, läuft die Schadensreparatur die ganze Zeit weiter. Ein sehr verkaterter Muskel kann sogar zwei bis drei Wochen zur Regeneration benötigen.

Wenn der Schmerz mehrere Tage andauert, ist das ein schlechtes Zeichen. Überbelastung ist sogar kontraproduktiv für dich, weil sich deine Zwangspause unnötig verlängert. Würdest du trotzdem weitertrainieren, riskierst du, dass dein Gewebe dauerhaft vernarbt und geschädigt wird, im schlimmsten Fall sogar einen Muskelfaserriss. Mehr Infos übers Training mit Muskelkater, findest du hier.

Frau Pause Sport Joggerin
In den Trainingspausen haben die Muskeln Zeit sich zu reparieren.(Photo: istock.com/filadendron)

Kann man Muskelkater vorbeugen?

Um nicht jeden Morgen nach dem Workout mit Muskelkater aufzuwachen, solltest du deine eigene Trainingsintensität anpassen. Langsame Steigerung des Trainingsniveaus und eine regelmäßige Aufwärmphase können das Risiko für einen Muskelkater senken. Auch ein kaltes Bad direkt nach dem Sport kann Schmerzen vorbeugen. Dehnübungen vor und nach dem Training werden genauso empfohlen. Allerdings ist nicht ausreichend gesichert, dass dadurch kein Muskelkater entsteht, oder die Dauer verkürzt werden könnte.

Fazit: Das Leiden lohnt sich

Letztendlich kommt es beim Muskelkater auf deine eigene Trainingsintensität, die Übungsausführung und die Belastbarkeit deines Körpers an. Obwohl du anhaltende Schmerzen nicht unterschätzen solltest, sind sie gleichzeitig auch ein Zeichen dafür, dass deine Muskeln wachsen und nach einigen Workouts stärker und belastbarer sind. Der beste Schutz vor Muskelkater, ist der Muskelkater selbst.

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