Während die einen den ganzen Tag essen und trotzdem schlank bleiben, kämpfen die anderen gegen jedes Kilo an. Schuld daran sind Unterschiede im Erbgut. Denn bereits ein Blick auf die Gene verrät, wie dick oder dünn eine Person ist.

Wir erklären dir, worin die Unterschiede bestehen & wie viel Einfluss du selbst auf deine Körperform hast.

Welche Körperformen gibt es?

Körperformen können in fünf Kategorien unterteilt werden. Dazu gehört die runde, die rechteckige, die dreieckige, die quadratische, das umgekehrte Dreieck und die Sanduhr. Je nachdem, welche Körperform du hast, wird dein Körper besondere optische Merkmale aufweisen.

Frauen, Körperform
Jede Körperform weist besondere Merkmale auf.(Photo: Aniskova_Yulia/istock.com)

Die runde Körperform

Die runde Körperform definiert sich durch relativ schlanke und lange Beine. Hinzu kommt eine füllige und runde Brust. Die Schultern sind hier eher breit und die Teile versteckt sich unter ein paar Wohlfühlpfündchen.

Die Sanduhr

Die Sanduhr-Körperform zeichnet sich durch eine schmale Taille aus. Der Brustumfang und der Umfang der Hüfte sind in etwa gleich.

Die dreieckige Körperform

Die dreieckige Körperform lässt sich an schmalen Schultern, einer kleinen Brust, einem geringen Taillenumfang sowie vergleichsweise breiten Hüften erkennen – außerdem umfasst sie kräftige Beine.

Das umgekehrte Dreieck

Bei dieser Körperform ist die Schulterpartie deutlich breiter als die Hüften, die Taille ist nicht stark ausgeprägt und die Brüste meist groß. 

Rechteckige bis quadratische Körperform

Die Schultern und die Hüftpartie sind in etwa gleich breit. Dabei ist die Brust eher klein und die Taille nicht stark ausgeprägt.

Je nach Körpergewicht können sich die Formen etwas unterscheiden. Die Körperformen an sich sind nicht anhängig davon, wie schlank oder füllig eine Person ist. Wie viel jemand wiegt, ist jedoch von seinen Genen abhängig. Oder doch nicht?

Übergewicht hängt zu 60 – 70 % von den Genen ab

Hans-Georg Joost, Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung, ist sich sicher: Zu 60 – 70 Prozent bestimmen die Gene die Körperform des Menschen. Das bedeutet wiederum auch: 30 – 40 Prozent hängen nicht von den Genen ab.

Es hängt von der genetischen Ausstattung ab, wie schnell ein Mensch Fett ansetzt.

In einer Studie von Len Pennaccio und seinen Kollegen vom Berkkeley National Laboratory wurde das Erbgut sehr dünner und sehr dicker Menschen näher untersucht. 

Hierbei wurde gezielt nach Varianten von Genen gesucht, die Einfluss auf das Gewicht haben und so den Appetit oder Stoffwechsel anregen.

Frauen, Strand
Die Gene können gleich sein und trotzdem kann sich die Körperform unterscheiden.(Photo: Rawpixel.com/Shutterstock)

Anhand von 757 Probanden analysierten die Forscher per Gensequenzierung den genauen Aufbau unterschiedlicher Gene, die Einfluss auf die Figur haben können. Für die Untersuchung wurden die Probanden in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen wogen mehr als 95 Prozent und die anderen weniger als 90 Prozent der Bevölkerung.

Dabei fanden sie heraus, dass im Erbgut von schwergewichtigen Menschen besonders viele Varianten von Genen, die mit Fettsucht in Zusammenhang stehen, nachgewiesen werden konnten. 

Das bedeutet jedoch noch nicht gleich, dass die Person auch an Übergewicht leidet, denn Familienangehörige mit denselben genetischen Besonderheiten wiesen kein Übergewicht auf.

Grund dafür ist, dass Übergewicht ein komplexer Zustand ist. Er wird von verschiedenen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst. So können einzelne Gene zwar zur massiven Ansammlung überflüssiger Pfunde beitragen, jedoch reicht eine Variante nicht aus, um einen Menschen dünn oder übergewichtig werden zu lassen.

Gene können Einfluss auf dein Gewicht haben 

Laut verschiedener Studien können Gene das Gewicht beeinflussen. Jedoch nicht zu 100 Prozent. Es wird immer ein Teil bleiben, der von äußeren Faktoren beeinflusst wird. Außerdem konnte festgestellt werden, das Verwandte mit gleichem Erbgut unterschiedliche Körperformen aufweisen können. Das bedeutet: Unabhängig von deinem Erbgut kannst du selbst bestimmen, mit welcher Körperform du dich wohlfühlst.

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