Pups Corona
Eine Studie verrät, wie hoch die Gefahr ist, sich durch einen Pups mit Corona zu infizieren. (Photo: iStock/Anatoliy Sizov/wmn Modifikation)

Kuriose Studie: Kann ein Pups Corona übertragen?

Ist ein Pups eine Corona-Gefahr? Theoretisch ja, immerhin wird das Virus durch Aerosole übertragen. Doch wie wahrscheinlich das wirklich ist, verrät eine Studie.

Da halten wir uns seit zehn Monaten brav an die Hygieneauflagen, desinfizieren uns die Hände, tragen Maske, praktizieren Social Distancing, lüften wie die Irren und glaubten, damit die Gefahr sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren auf ein Minimum reduziert zu haben.

Dabei haben wir eine Ansteckungsmöglichkeit komplett übersehen: Denn auch ein Pups kann Corona übertragen!

Darum kann man sich über einen Pups mit Corona infizieren

Ja, es klingt gelinde gesagt kurios, was die ForscherInnen der University of Oklahoma bereits im April dieses Jahres herausfanden. Demnach würde auf dem Klo nach dem Spülen eine sogenannte „aerosolierte Toilettenfahne“ entstehen, die sowohl Kotpartikel als auch verschiedene Krankheitserreger enthalten kann. Dieses stinkige Luftgemisch könnte auch das Coronavirus verbreiten und weitergeben.

Doch kann ein Pups wirklich Corona übertragen? Ja, sagt der australische Arzt Dr. Norman Shaw, Moderator des Podcastes Coronacast. Er erzählte bereits vor Monaten in seiner Sendung, dass er eine Infektion durch Fürze für möglich halte. 

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Stoff schützt vor "infizierten" Püpsen

Ähnlich wie bei der Mund-Nasen-Bedeckung kann uns aber zum Glück auch hintenrum ein Stückchen Stoff vor Corona schützen. „Glücklicherweise tragen wir die ganze Zeit eine Maske, die unsere Fürze bedeckt“, so der Mediziner weiter. 

Da wir in der Öffentlichkeit meistens angezogen sind, ist der Po glücklicherweise verhüllt. „Ich denke, dass wir wegen der sozialen Distanz und unserer Sicherheit nicht in der Anwesenheit von anderen Leuten pupsen sollten – schon gar nicht mit freiem Gesäß.“

Auf dem Klo ist dies freilich nicht möglich. Eine Studie der City University of Hong Kong fand heraus, dass generell bei einer einzigen Toilettenspülung bis zu 80.000 verschmutzte Tröpfchen freigesetzt werden können und sie danach stundenlang einen Meter in der Luft schweben können – wenn der Deckel nicht geschlossen ist. Deswegen empfielt Dr. Qingyan Chen, Professor an der Purdue University in Indiana, im Forbes-Magazin gerade im Hinblick auf eine Infektion mit Corona, den Toilettendeckel beim Spülen geschlossen zu halten. So würden nur noch 20 % der Fäkalien in der Luft landen. Dadurch würde sich die Infektionsgefahr mit SARS-CoV-2 deutlich verringern. Zusätzlich sollten aber natürlich nach dem Toilettengang ausgiebig die Hände gewaschen werden.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Pups Corona übeträgt?

Es gibt aber auch Kritik an der Theorie, dass ein Pups Corona überträgt. So hat Dr. Aaron E. Glatt, Professor für Medizin an der Icahn School of Medicine am Berg Sinai, klare Zweifel an den Forschungsergebnissen. „Studien haben gezeigt, dass Covid-19-Patienten beim ersten Auftreten ihrer Symptome möglicherweise Magen-Darm-Probleme haben. Es gibt jedoch keine datenbasierten Statistiken, die belegen, dass für Fürze das Risiko einer Zunahme der Corona-Infektion besteht.“

Wie so oft bei dem Coronavirus ist der Wissenstand noch nicht ausreichend, um eine genaue Aussage treffen zu können. So lange das so ist, sollten wir das tun, was eigentlich eh selbstverständlich ist: Die AHAL-Regeln einhalten. Die kann man nämlich auch wunderbar auf die Corona-Gefahr beim Pupsen anwenden.

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