Immer wieder rufen FrauenärztInnen Mädchen dazu auf, sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen zu lassen. 

Doch: Nicht alle kommen diesem Rat nach. Lediglich 43 % der Mädchen im Alter bis 15 Jahren haben eine vollständige Gebärmutterhalskrebs-Impfung. Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum drängen deshalb darauf, den Wert auf 70 % erhöhen. Denn eine Impfung kann tatsächlich Tumoren verhindern. Das zeigt eine neue Studie. Dabei spielt aber auch das Alter der Frauen eine große Rolle. 

Gebärmutterhalskrebs-Impfung: Wirksamer Schutz vor Krebs 

Frühere Studien hatten gezeigt, dass die Gebärmutterhalskrebs-Impfung Vorstufen von Tumoren verhindern kann. Die Autoren der neuen Studie, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde, erklären nun jedoch, dass die Impfung nicht nur vor den Vorläufern von Gebärmutterhalskrebs schützen kann, sondern sogar vor gefährlichen Karzinomen. Und damit vor dem Gebärmutterhalskrebs selbst!

Gebärmutterhalskrebs Impfung
Nicht nur Brustkrebs sondern auch andere Krebsarten, wie eta Gebärmutterhalskrebs stellen für Frauen ein Risiko dar.(Photo: SeventyFour/ shutterstock)

Welche Rolle das Alter spielt

Wie wirksam die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist, hängt jedoch auch vom Alter der Frauen ab:

  • Probandinnen, die im Alter von 17 bis 30 Jahren geimpft wurden, hatten in 11 Jahren ein um 50 % geringeres Risiko.
  • Wurden die Frauen hingegen noch vor dem 17. Lebensjahr geimpft, sank das Tumorrisiko sogar um 90 %.

Hinzukommt, dass die Gebärmutterhalskrebs-Impfung am sinnvollsten ist, bevor junge Frauen das erste Mal Sex haben. Denn die sogenannten HP-Viren, die den Krebs auslösen, werden vor allem über den Geschlechtsverkehr übertragen.

Nebenwirkungen der HPV-Impfung

Der Impfstoff gilt als sicher und hat wenige Nebenwirkungen. Laut dem Krebsinformationsdienst kann es trotzdem zu diesen Symptomen kommen:

  • Rötungen
  • leichte Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit (selten)
  • Schwindelgefühl
  • Fieber 
  • Abgeschlagenheit

Warnung: Diese Symptome können Anzeichen für den Krebs sein

Das tückische am Gebärmutterhalskrebs ist vor allem, dass die ersten Beschwerden erst sehr spät auftreten. Und der Krebs so lange unentdeckt bleibt. Dennoch gibt es Symptome, bei denen du hellhörig werden und einen Arzt aufsuchen solltest. Zum Beispiel wenn du

  • Blutungen hast, die länger als 7 Tage dauern
  • Schmerzen hast, wenn du aufs Klo musst
  • direkt nach dem Sex blutest
  • immer wieder außerhalb der Menstruation blutest
  • einen blutrig-eitrigen oder schlecht riechenden Ausfluss hast
  • du ungewöhnliche Schwellungen an einem oder beiden Beinen bemerkst.

So senkst du das Risiko für Gebärmutterhalskrebs

Du willst keinen Gebärmutterhalskrebs bekommen? Dann solltest du dich in erster Linie gegen den Krebs impfen lassen. Und das am besten noch bevor du 18 Jahre alt wirst und bevor du dein erstes Mal hast. Aber auch mit einer gesunden Ernährung, dem Verzicht auf Zigaretten und viel Sport senkst du dein Risiko für den Krebs. 

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