Viele wollen fitter, gesünder & schlanker werden – und setzen dafür auf Sport. Eigentlich ist das eine gute Idee! Denn Sport macht glücklich, kurbelt unser Herz-Kreislauf-System an und zeigt uns, dass wir in dieser Welt etwas bewegen können. Und wenn es nur unser eigener Körper ist. Und gerade am Anfang gelingt es uns häufig sehr gut, uns regelmäßig zu bewegen. Relativ schnell spüren wir die ersten positiven Effekte, merken wie unser Körper immer stärker wird. Doch dann schlägt bei vielen die Stimmung um und der Sport macht nicht mehr glücklich, sondern unglücklich und verliert an Reiz. Woran liegt das? wmn klärt auf.

Sport macht glücklich: Daran liegts!

Wer keinen Sport treibt, erhöht sein Risiko für Depressionen. Und das um 60 Prozent, wie eine Studie vom Massachusetts General Hospital zeigt! Verwunderlich ist das nicht. Denn schließlich schüttet unser Körper beim Sport mehr Neurotransmitter wie Dopamin aus, die unser Glücksempfinden regulieren und unsere Motivation steigern. Aber unser Körper bildet auch mehr Serotonin, Oxytocin, Noradrenalin und Phenethylamin, die ebenfalls wie kleine gute-Laune-Booster wirken.

Hinzukommt aber auch dieses geile Gefühl, dass man für seine Ziele kämpft. Dass man bereit ist, Widerstände (wie den inneren Schweinehund) aus dem Weg zu räumen. Ein bestärkendes Gefühl, das sich auch auf andere Lebensbereiche auswirken kann und einem beispielsweise im Job die nötige Power gibt, um sich an die Spitze durchzukämpfen.

Frau Sport
Treibe Sport, der DICH glücklich macht. Foto: Getty Images/ AzmanJaka /

Doch nicht immer entstehen diese positiven Gefühle sofort oder noch schlimmer: sie verschwinden wieder.

Wenn uns der Sport nicht glücklich macht

Doch woran liegt es, wenn uns der Sport nicht (mehr) glücklich und zufrieden macht? Tatsächlich gibt es dafür eine entscheidende Ursache. Nämlich, dass wir nicht so schnell die Ergebnisse sehen, die wir uns wünschen. Denn viele treiben Sport, um abzunehmen oder Muskeln aufzubauen. Und während wir am Anfang noch schneller die ersten Ziele erreichen, passt sich der Körper mit der Zeit an die Trainingsreize an – und es passiert herzlich wenig.

Die Folge: Viele verlieren die Lust am Sport, trainieren weniger und sehen dadurch erst recht keine Ergebnisse, was noch mal enorm an der Motivation zieht. Oder aber sie trainieren immer härter, gönnen sich keine Pausen mehr und kommen ins Übertraining. Mit schwerwiegenden Konsequenzen: Der Körper gerät in Stress, reagiert mit Schlafstörungen, schlechter Laune und Nervosität.

Und was ist der Ausweg aus dem Dilemma?

Klar, es gibt viele Menschen, die auch nach zehn Jahren noch bemerken: Sport macht mich glücklich und ohne geht es mir wesentlich schlechter. Aber es gibt auch viele, die nach einer Einheit nicht mega happy im Kreis tanzen und sich dafür abfeiern, dass sie ihr Pensum durchziehen. Aber da sich – wie schon eingangs erwähnt – Sport positiv auf unser Gehirn und unseren Körper auswirken kann, lohnt es sich wirklich, den Sport so zu gestalten, dass er Spaß macht. Und dafür gibt es zwei Stellschrauben:

  1. Erwartet nicht zu viel vom Sport: Denn damit könnt ihr zwar euren Körper formen oder abnehmen. Aber er ist auch kein Wundermittel! Und das sollte uns von Anfang an bewusst sein. Und darüber hinaus gilt auch: Ohne eine Ernährungsumstellung verändert sich sowieso nicht so viel.
  2. Setzt euch nicht unter Druck: Ziele sind super! Aber Sport ist vor allem dann effektiv, wenn wir ihn regelmäßig machen. Und das fällt uns besonders leicht, wenn wir die Sportarten treiben, die uns wirklich Spaß machen und nicht die, die krassesten Werbeversprechen haben.

Willst du noch mehr zum Thema Glück & Sport erfahren? Dann lies hier weiter:

Viele Menschen schwören auf eine Morgenroutine, um gut gelaunt in den Tag zu starten. Schwachsinn oder wirksam? Hier erfährst du die Antwort.

Manchmal fehlt uns die Motivation für Sport. Doch diese Tricks helfen uns dabei am Ball zu bleiben. Und das langfristig!

Oder willst du wissen, was uns Frauen nach einem langen Arbeitstag glücklich macht? Und was hilft, wenn alles schief läuft? 5 Frauen verraten es.