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Der Winter wird kalt: So kannst du deinen Körper darauf vorbereiten

Frierst du schnell und hast Angst vor dem herannahenden Winter? Mit Kältetraining kannst du deinen Körper abhärten. So geht’s.

Frau Winter Kälte
Kältetraining hilft dir dabei, diesen Winter gut zu überstehen. Foto: Getty Images/zamrznutitonovi

Müssen wir diesen Winter frieren? Diese Frage stellen sich angesichts steigender Energiepreise und verordneter Sparmaßnahmen momentan viele. Fest steht: Der Winter kommt. Und er wird kalt. Doch du kannst dich jetzt schon darauf vorbereiten – und zwar mit Kältetraining. Wie das funktioniert, zeigen wir dir im Artikel.

Was Kältetraining im Körper bewirkt

Ab wann man friert, ist ganz individuell. So wird Frauen häufig schneller kalt, als Männern und auch ältere Leute frieren schneller, als jüngere. Zwar versucht unser Körper permanent, eine Temperatur von etwa 37 Grad zu halten. Doch mit Kältetraining können wir unser Temperaturempfinden zumindest ein kleines bisschen verändern. Wie das geht?

Frau joggt durch Schnee
Wer viel Zeit in der Kälte verbringt, gewöhnt seinen Körper daran. Foto: IMAGO / Westend61

Indem wir unseren Körper optimal für niedrige Temperaturen wappnen. Prof. Thomas Korff vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universität Heidelberg erklärt gegenüber ntv: „Das sehen wir beispielsweise bei Menschen, die im Freien arbeiten. Sie bewegen sich in der Regel mehr, haben deswegen vermutlich mehr Muskeln und einen höheren Grundumsatz.“

Außerdem passen sie ihr Verhalten unbewusst an die äußeren Gegebenheiten an, so der Experte: „Jemand, der viel draußen arbeitet, ändert wahrscheinlich auch seine Ernährung, weil ein erhöhter Grundumsatz nach mehr Kalorien verlangt.“ So wird der Körper toleranter gegenüber Kälte und fängt erst später an, zu frieren.

Sollte man sich Winterspeck zulegen?

Die Tiere machen es uns vor: Sie legen sich einen Vorrat in Form von Winterspeck an, um über den kalten Winter zu kommen. Tatsächlich schützt das Unterhautfett die Organe vor der Kälte und hilft dem Körper, seine gewohnte Temperatur zu erhalten. Ist es also sinnvoll, sich ebenfalls Winterspeck anzufuttern?

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Das Unterhautfett schützt unseren Körper vor Kälte. Foto: Getty Images / Laurence Monneret

Nein, sagt der Experte. Denn überschüssige Kalorien werden in Form von weißem Körperfett gespeichert. Dieses schützt uns leider nicht so wie das Unterhautfett. „Natürlich hat auch weißes Körperfett eine isolierende Wirkung, aber eben nur da, wo es sich befindet“, so Prof. Korff.

Anders sieht es aus bei braunem Fettgewebe. Dieses kommt vor allem im Körper von Babys vor, da diese noch zu wenig Muskeln haben, um ausreichend Wärme zu erzeugen. Braunes Fett wirkt wie eine körpereigene Heizung, aber nur in geringer Menge. Wie Untersuchungen zeigen, lässt sich der Anteil von braunem Fettgewebe bei Erwachsenen erhöhen, wenn sie regelmäßigen Kältereizen ausgesetzt sind.

Kältetraining: So wappnest du dich für den Winter

Wie anpassungsfähig der menschliche Körper an Temperaturen ist, zeigt sich beim Wechsel der Jahreszeiten. Empfinden wir 14 Grad im Frühling bereits als warm, fangen wir bei 14 Grad im Herbst an, zu frieren. Diese Anpassungsfähigkeit können wir nutzen, indem wir Kältetraining in unseren Alltag übernehmen. „Es kann schon helfen, mit dem Auto nicht ganz zum Büro zu fahren, sondern den letzten Kilometer zu laufen oder gleich das Fahrrad zu nehmen“, empfiehlt der Experte.

Auch Wechselduschen können helfen, den Körper an die niedrigeren Temperaturen zu gewöhnen. Fitness-Influencerin Sophia Thiel schwört auf Eisbaden. Ob dieser Trend etwas für dich ist, erfährst du hier. Ansonsten hilft nur: viel Zeit draußen an der frischen Luft verbringen.