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Coronavirus: Zu viel Desinfektionsmittel kann dir schaden

Du kannst dir dank dem Coronavirus gar nicht oft genug die Hände waschen & desinfizieren? Warum genau das deinem Körper schadet, erfährst du hier.

Hände waschen
Regelmäßiges Hände waschen ist wichtig, jedoch solltest du auf Desinfektionsmittel verzichten. Foto: imago images / fStop Images, Malte Mueller /

Regelmäßiges Händewaschen und desinfizieren solle vor dem neuartigen Coronavirus schützen. Daher sind die Desinfektionsmittel in nahezu allen Geschäften vergriffen und beim Hände desinfizieren wird keinesfalls gespart. 

Das Problem dabei: Eine übermäßige Verwendung von Desinfektionsmitteln kann dir und deiner Haut nachhaltig schaden. Doch woran liegt das?

Der Coronavirus lässt uns überall nur noch Bakterien sehen

An den Haltestangen im Bus, dem Griff am Einkaufswagen oder auf den öffentlichen Toiletten, überall scheinen Viren nur so auf uns zu warten. Um den Bakterien entgegenzugehen, erhöhen wir den Verbrauch an Desinfektionsmitteln und versuchen, so wenig wie möglich zu berühren. 

Eine Flüssigkeit zu verwenden, die Pilze, Viren und Bakterien reduziert, ist daher naheliegend. Doch können uns die kleinen Fläschen wirklich vor dem Coronavirus schützen?

Der natürliche Schutzmantel der Haut wird angegriffen

Durch das Desinfektionsmittel kann die natürliche Hautflora beschädigt werden. Diese trägt dazu bei, den Organismus vor Krankheitserregern zu schützen. Daher können durch eine erhöhte Menge an Desinfektionsmitteln Hautreaktionen und Ekzerne hervorgerufen werden. 

Hände
Trockenen Haut kann dazu führen, dass Viren einfach „durchmarschieren“.(Photo: jacoblund)

Die Folge davon: rissige, gerötete und trockene Haut. Besonders problematisch ist, dass die Haut somit durchlässig für Keime und Bakterien ist. Konkret bedeutet das: ist die Wirkung des Desinfektionsmittels verpflogen, können die Viren einfach “durchmarschieren”. 

Die Angst vor der Krankheit macht erst krank

Wenn du deine Hände zu häufig desinfizierst, dann zerstörst du dein eigenes Immunsystem. Da du ihm keine harmlosen Keime mehr zuführst, kann es nicht stark genug sein, wenn es mal wirklich gebraucht wird.

Denn du solltest nicht vergessen: das Desinfektionsmittel verschiedene Wirkstoffe enthalten, die sowohl Bakterien, als auch Viren zerstören sollen. Daher ist es nachvollziehbar, dass es sich nicht um Stoffe handelt, die deiner Haut guttun.

Was kannst du gegen allergischen Reaktionen auf Desinfektionsmittel tun?

Am besten informierst du dich in einer Apotheke, welche Feuchtigkeitscreme gegen rissige und trocken Haut helfen kann. Aufgrund des Coronavirus sind die meisten Apotheker schon mit den Folgen von zu viel Desinfektionsmittel vertraut und werden dir schnell helfen können. 

kleine Ölampulle, Öl für Haut und Haare
Olivenöl kann helfen, deiner Haut die Feuchtigkeit zurückzugeben.

Falls du direkt etwas gegen deine rissige Haut unternehmen möchtest, dann verwende eine Handkur. Hierfür musst du nicht einmal viel Geld ausgeben, denn Olivenöl ist der ideale Feuchtigkeitsspender.

Auch die Wirkung von Arganöl ist sehr umfassend und kann sich positiv auf deine Haut auswirken. Ebenso wie die Wirksamkeit von Jojobaöl und Kokosöl.

Zusätzlich ist es ratsam, die Hände unter lauwarmen Wasser zu waschen und eine pH-neutrale Seife zu nutzen. Außerdem: viel Trinken! Denn so kannst du deinen Körper auch von innen schützen.

Wasser und Seife reichen aus

Die Sorge ist groß und der Glaube daran, dass allein Wasser und Seife reichen, klein. Dennoch sind sich Wissenschaftler einig: Regelmäßigen Händewaschen reicht, um eine gute Handhygiene zu gewährleisten. 

Sind Wasser und Seife nicht in Sicht, dann kann ein bisschen Desinfektionsmittel in jedem Fall helfen, dennoch solltest du dann die Menge im Auge behalten. Denn sogar Apotheker desinfizieren sich nur dreimal täglich die Hände.

Wenn du bei all den Berichten langsam den Überblick verlierst, dann schaue die den Artikel: 11 Fakten zum Coronavirus an. Außerdem erfährst du hier, wie du deine Zeit sinnvoll nutzen kannst: Coronavirus: An diesen 5 Orten triffst du zur Zeit niemanden. Weitere Informationen darüber was mit der Psyche unter Quarantäne passiert, kannst du hier finden.