Wir sollten das Coronavirus nicht auf die leichte Schulter nehmen. Davor warnen täglich Politiker und Gesundheitsexperten. Denn mittlerweile wissen wir, dass nicht nur eine akute Erkrankung gefährlich ist, sondern dass das Coronavirus auch Langzeitschäden im Körper verursachen kann. Und die haben es wirklich in sich.

wmn fässt kurz und knapp zusammen, welche langfristigen Folgen nach einer Erkrankung drohen.

Coronavirus: Die gefährlichen Langzeitschäden

Mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte von Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Und die, selbst wenn sie genesen sind, lange Zeit danach nicht mehr so leben können wie zuvor. Da gibt es Sportler, die zuvor einen Triathlon gelaufen sind und nun kaum noch die Treppe hochkommen. Und da gibt es Menschen, die vorher sprachlich begabt waren und nun noch einmal das Schreiben neu lernen müssen wie ein Erstklässler.

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Sie alle haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Doch das Virus befällt längst nicht nur die Lunge von den Betroffenen, sondern auch andere Organe und kann so zu heftigen Folgeschäden führen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Atemnot
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressionen
  • Chronische Erschöpfung
  • Langanhaltender Husten
  • Fehlender Geruchssinn 
  • Thrombosen, die zu Schlaganfällen führen können
  • Herzerkrankungen wie etwa Entzündungen des Herzmuskels, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen
  • Nierenprobleme
  • Hirnprobleme, wie etwa eine Entzündung. Diese können zu Verwirrtheit, Gedächtnisproblemen oder epileptischen Anfällen führen.

Coronavirus: Langzeitschäden ein Randphänomen oder häufige Folge?

Mittlerweile wissen wir also, dass viele Betroffene nach einer COVID-19-Erkrankung nicht wieder topfit sind, sondern mit heftigen Spätfolgen kämpfen. 

Doch wie häufig treten diese Langzeitschäden vom Coronavirus eigentlich auf? Der Jenaer Mediziner Andreas Stallmach arbeitet in der Post-Covid-Ambulanz am Jenaer Universitätsklinikum und schätzt, dass ungefähr die Hälfte der Patienten, die wegen COVID-19 in einer Klinik behandelt werden müssen, auch Langzeitschäden haben. Aber nicht nur die. Auch Menschen mit leichten Krankheitsverläufen leiden immer wieder unter Spätfolgen.

Coronavirus Langzeitschäden
Um das Coronavirus besser zu verstehen, wollen Forscher Freiwillige bewusst infizieren.(Photo: rclassenlayouts/ istock)

Die Virologin Melanie Brinkmann geht davon aus, dass jeder fünfte Erkrankte zwischen 18 und 34 Jahren mit Langzeitschäden zu kämpfen hat. Andere Experten gehen von weit geringeren Zahlen aus. Und genau dieser Unterschied zwischen den Schätzungen zeigt, dass wir das Coronavirus und seine Auswirkungen noch nicht ganz verstanden haben.

Corona: Die Spätfolgen sind beunruhigend, aber es gibt eine Hoffnung

Für valide Ergebnisse brauchen wir vor allem weitere Forschungen. Doch bei all der Verunsicherung, die momentan herrscht und bei all der Angst um die möglichen Langzeitfolgen des Coronavirus, macht der Mediziner Tobias Welte Hoffnung. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sagte er: „Was mich ein bisschen beruhigt, ist, dass ich bisher eigentlich keinen Patienten wiederholt gesehen habe, der nicht gesagt hat, es wird besser.“

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