Beckenbodentraining Männer
Beckenbodentraining für Männer: Warum das eine gute Idee ist (Photo: Wavebreakmedia/ istock) Source: Wavebreakmedia/ istock

Warum auch Männer Beckenbodentraining machen sollten!

Viele Männer haben sich noch nie Gedanken über ein Beckenbodentraining gemacht. Wieso das ein Fehler ist & wie es das Liebesleben beeinflusst, liest du hier

Gymnastik, elektronische Geräte oder Apps – der Markt fürs Beckenbodentraining boomt! Längst haben Frauen für sich entdeckt, wie ein starker Beckenboden das eigene Wohlbefinden verbessern kann. 

Doch: Bei den Männern ist das Beckenbodentraining längst noch nicht so populär. Dabei kann es sich auch für sie lohnen, die Region zu trainieren. Hier erfährst du, warum.

Beckenbodentraining für Männer: Was es Männern bringt

Ein starker Beckenboden hat mehrere Funktionen im Körper:

  • Er hält unsere Organe in Bauch und Becken an Ort und Stelle
  • Er beugt Harn- und Stuhlinkontinenz vor
  • Er steigert die Potenz und führt zu einer festeren Erektion
  • Er fördert die Durchblutung im Penis und soll so die sexuelle Erregung steigern
  • Er kann sich positiv aufs Sexleben auswirken
  • Er erhöht die Stabilität des Rumpfes und festigt so die Körpermitte, was sich bei Sportarten wie etwa Rudern, Laufen und Fußball bezahlt macht
  • Durch eine bessere Haltung können auch Rückenschmerzen und Nackenverspannungen verschwinden

Die beiden Schwellkörper im Penis sind mit der Beckenbodenmuskulatur verbunden. Wenn Männer auf ein Beckenbodentraining setzen, können sie ihre Erektionen länger halten. Denn die Muskulatur da unten lässt sich genau so trainieren wie der Bizeps. 

Erfahre im Video, wie wichtig ein Beckenboden ist für Frauen (und Männer) und welche Tools hilfreich sind.

Das Problem: Viele Männer überhaupt nicht, wo sich ihr Beckenboden eigentlich befindet und können ihn dementsprechend auch gar nicht trainieren. Ein Gedanke, der dabei hilft, ihn zu erspüren: Sich vorzustellen, dass man die Penisspitze nach innen saugt und hält.

Beckenbodentraining für Männer: So funktioniert es

Nun, jetzt, wo wir wissen, was ein Beckenbodentraining bei Männern bewirken kann, stellt sich natürlich die Frage, wie das Training funktioniert. Aber keine Bange, so schwer ist es nicht.

Beginnen können Männer einfach, indem sie sich vorstellen, wie sie urinieren und den Strahl dann stoppen wollen. Genau die Muskeln, die sie dafür anspannen, sind die Muskeln, die sie im Alltag immer wieder bewusst an- und entspannen sollten. Etwa beim Sitzen, an der Bushaltestelle oder vor dem Fernseher. Perfekt sind Intervalle wie: 10 Sekunden lang anspannen und drei Sekunden lang loslassen. Und das Ganze können sie 10 Mal pro Tag wiederholen.

Wer schon sicherer im Anvisieren der Beckenbodenmuskeln ist, kann es mit einer weiteren Übung probieren: Setzt euch dafür auf einen Stuhl und schiebt eure Hände unter den Po. Stellt euch dann vor, dass ihr auf einer Uhr sitzt und bewegt das Becken zu den Zahlen 3, 6, 9 und 12. 

Weitere Tipps für den Alltag

Neben einem Beckenbodentraining können Männer aber noch mehr tun, um die Muskeln weiter zu stärken und nicht zu schwächen. Zum Beispiel sollten sie:

  • In die Hocke gehen, wenn sie schwer tragen und den Oberkörper dabei gerade halten. Sowie das Gewicht möglichst nahe am Körper tragen.
  • Regelmäßig ihren Bauch trainieren.
  • Sich seitlich aus dem Bett rollen, um nicht zu viel Druck auf den Beckenboden auszuüben.
  • Nicht krumm sitzen, da sonst die Bauchorgane auf die Beckenbodenmuskulatur drücken und sie so schwächen.

Wer sich gerne weiter mit dem Thema beschäftigen will, findet hier Tools für Frauen, die ihren Beckenboden trainieren wollen. Und erfährt, wieso Pornos Erektionsstörungen auslösen können.


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