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Nass oder fettig? Nach 2 Wochen ausfetten lassen macht das kein Unterschied mehr. Source: istock/AJ_Watt

Was es bringt, seine Haare 2 Wochen ausfetten zu lassen

Zwei Wochen keine Haare waschen. Wer bekommt schon bei der Vorstellung einen Ekelanfall? Ich habs getestet & meine Haare ausfetten lassen.

Immer wieder gibt es ominöse Beauty-Trends. Dieses Mal ist er allerdings gar nicht soo trendig, denn ich kenne Freunde, die ihren Haaren regelmäßig eine Pause gönnen und ihre Haare ausfetten lassen. Angeblich sollen sie dann weniger schnell nachfetten und sich selbst regulieren.

Ich war neugierig und habe es getestet.

Haare entfetten ausfetten lassen Frau Brille
Haare ausfetten wird zum Trend online.

Wie kommt man daraufn seine Haare ausfetten zu lassen?

Wer unter schnell fettigem Haar leidet, der muss es teilweise jeden Tag waschen. Das ist allerdings extrem ungesund für deine Haare, denn so können sie den eigenen Schutzmantel nicht halten und produzieren übermäßig viel Fett, weil du es dir täglich wieder vom Kopf schrubbst.

Es ist ein Teufelskreis. Dabei würden deine Haare im Normalzustand gar nicht so schnell nachfetten. Sie ausfetten zu lassen ist also eine Art Fasten für die Haare, die sie ihren eignen Zyklus wieder herstellen lassen.

Wer unter seinen strähnigen Haaren leidet oder seine Haare gern weniger waschen will, sollte es unbedingt ausprobieren. Es macht allerdings nur dann Sinn, wenn du nach dem Haare ausfetten lassen auch deine Wasch- und Pflegeroutine umstellst. Sieh es als eine Art Fasten für deine Haare an.

So klappt das Ausfetten deiner Haare

Im Prinzip ist es ganz einfach: Wasche deine Haare nicht und das mindestens für ein bis zwei Wochen. Zwei Wochen sollten aber das Maximum sein. In dieser Zeit sind auch Trockenshampoo oder Babypuder tabu. (Babypuder solltest du wegen dem schädlichen Talkum eh verbannen.)

Wichtig ist, dass du trotzdem jeden Tag die Haare durchkämmst und auch mal an die frische Luft bringst, denn im eigenen Saft zu schwitzen, ist für deine Kopfhaut ungesund. So können sich nämlich Bakterienhaufen bilden und im schlimmsten Fall Pilze.

Wenn dir diese Methode zu krass ist, dann versuche, deine Haare schrittweise umzugewöhnen. Das heißt, dass du einfach einen Tag länger wartest bis du sie gewöhnlich waschen würdest. Wenn du das Gefhühl hast, dass deine Haare darauf reagieren, dann hängst du noch einen Tag dran und so weiter.

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Haarewaschen ist beim Ausfetten der Haare nicht drin.(Photo: shutterstock, Alliance Images)

Der Selbsttest: 2 Wochen kein Shampoo

Angespornt von besagter Freundin, die das Ausfetten ihrer Haare regelmäßig und offenabr erfolgreich macht, sollte ich den Selbstversuch wagen. Denn bei ihr sehen die Haare selbst nach einer Woche ohne Shampoo immer noch fresh aus. Ich bin ein fauler Sack, das will ich also auch!  

Zwei Wochen stehen also auf meinem Plan. Die Ausgangssituation: Ich habe leicht fettige Haare mit einer ganezn Armee von Spliss am Ende. Ich wasche sie alle zwei bis drei Tage, wenn ich vorzeigbar aussehen muss.

Woche 1: Haare ausfetten lassen

Dier ersten drei Tage vergehen problemlos, dann wird es schon etwas unangenehm und ich beginne die Haare nur noch in geflochtenen Zöpfen zu tragen. Beim Skypen mit den Freunden merkt das zum Glück niemand. Danke Lockdown!

Nach fünf Tagen fühle ich mich schon etwas eklig auf der Kopfhaut, die Haare pappen aber nicht weiter und haben sich jetzt irgendwie eingepegelt. Meine Lockdown-Familie hat noch nichts gemerkt. Naja, daheim laufe ich auch sonst wie ein kleiner Schluffi rum.

Woche 2: Haare ausfetten lassen

Es krabellt jetzt schon mal auf der Kopfhaut und ich meine sie auch zu riechen, aber bisher hat sich immer noch keiner meiner Mitbewohner oder Familienmitglieder beschwert. Ich bin selbst erstaunt.

An Tag zehn breche ich das Experiment um die fettigen Haare ab, weil ich mich tatsächlich mal wieder unter Menschen begeben muss, nämlich zu einer Wohnungsbesichtigung. Wer den Wohnungsmarkt in Berlin kennt, weiß, dass ein kleines Experiment die vermurkste Besichtigung nicht wert ist.

Das Haarewaschen ist schon ein geiles Gefühl nach all der Zeit des Ausfettens. Ich muss auch nur einmal shampoonieren und sie sehen wieder aus wie neu.

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Wir hatten euch gefragt, ob ihr es gesund findet, eure Haare zwei Wochen nicht zu waschen: Das Ergebnis hieß JA!(Photo: wmn)

Fazit aus dem Selbsttest:

Meine Haare sehen nach einer Wäsche schon wieder picobella aus. Ich merke noch keinen Unterschied, aber muss mir andauernd durch die Haare gehen, weil sie endlich wieder schön weich und samtig sind.

Vier Tage später sehen sie immer noch ziemlich gut aus. Man könnte sie jetzt waschen, aber nicht zwingend. Nach zwei Wochen habe ich meinen Waschrhythmus auf alle 3-4 Tage eingepegelt. 

Ziemlich krass, denn ich hatte als Teenager wirklich schlimm fettige Haare und musste jeden zweiten Tag waschen. Ich habe seither auf milde Shampoos umgestellt. Inziwschen ist das Ganze knapp 2 Monate her und ich habe meinen Waschrhythmus beibehalten. Das Haare ausfettel lassen hat bei mir offenbar geklappt.

PS: Auf unserem Instagram-Kanal von hatte ich live davon berichtet.

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Seife für die Haare ist ein neuer Trend, der langsam aus der Öko-Ecke herauskommt.

Nach dem Ausfetten auf No-Poo umstellen

No-Poo (kein Shampoo) ist eine nachhaltige und minimalistische Bewegung, bei der es darum geht, dass Wasser oder trockene Substanzen wie ein Roggenmehl-Shampoo völlig reichen, um die Kopfhaut zu reinigen. 

Viele nutzen das Ausfetten der Haare als Einstieg in das No-Poo, denn die Haare werden so noch einmal komplett auf null gestellt und bekommen ihren natürlichen Nachfettungsrhythmus wieder.

Wer No-Poo ausprobieren will, der kann nach dem Ausfetten die Haare wie folgt waschen:

  • Nur mit Wasser
  • Mit Roggenmehl-Shampoo 
  • Mit Lava- oder Heilerde
  • Mit Haarseife oder Seifenkraut

Alle diese Sachen bekommst du im Bio-Markt, der Drogerie oder im Reformhaus. Natürlich kannst du auch auf natürliche und milde Shampoos umsteigen. Hier eignen sich die sensitiv-Reihen der Naturkosmetik-Marken.

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Bandanas können super Ansätze verstecken und fettige Haare auch.(Photo: PeopleImages)

Fettige Haare verbergen

Die Coronazeit ist natürlich bestens geeignet zum Ausfetten, denn außer Familie, Partner oder Mitbewohnern sieht dich keiner mit den strähnigen Haaren. Auch, wenn manche blind und geruchlos zu sein schienen bei mir. Wenn du doch mal raus musst, kannst du deine Frise auch ganz einfach kaschieren mit:

  • Mützen jeglicher Art
  • Flechtfrisuren, diese sind meistens so eng, dass man die fettigen Haare gar nicht erkennt.
  • Sleek Hair, soll aussehen wie nass. Muss ja keiner wissen, dass dein Haargel selbst produziert ist.
  • Kapuzen-Hoodies. Passt auch zur Quarantäne-Depression.
  • Antoupieren, aber nicht zu oft bitte. Das ist dann nämlich auch schädlich.
  • Haarschmuck und Scrunchies lenken auch super ab.

Fazit: Auf jeden Fall einen Versuch wert!

Also lass deine Haare mitmachen und gönn‘ ihnen mal eine Pause von den schädlichen Stoffen in den Kosmetika und lass sie ordentlich erholen. Für glänzende Haare empgehlen wir dir Haaröl ohne Silikone. Auf welche Vitamine dein Haar in dieser Zeit nicht verzichten sollte, erfärst du bei uns.

Wir du einen Ansatz herauswachsen lassen kannst, bis der Friseur wieder öffnet, erfährst du hier.


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