Blasse Haut & kribbelnde Zunge? Das sind die Symptome eines Folsäuremangels

Der Körper braucht Folsäure, um sich zu regenerieren & zu heilen. Ein Mangel führt zu ernsthaften Symptomen. So erkennst du den Folsäuremangel.

Folsäure sorgt nicht nur für schöne Haut und Haare, sondern wird auch zur Blutherstellung und in deinen Zellen benötigt. Fehlen die B-Vitamine, kommt es zu einem Mangel. Die Symptome eines Folsäuremangels sind zwar stark, können aber leicht mit einem Eisenmangel verwechselt werden. Wir zeigen dir, wie du ihn trotzdem deutlich erkennst.

Wozu wird Folsäure benötigt?

Folsäure, auch Vitamin B9, B11 oder Vitamin M genannt, ist als Beauty-Booster bekannt. Neben glänzenden Haaren und gesunden Nägeln ist es allerdings besonders für das Blut wichtig, denn bei der Herstellung von Blutkörperchen spielt es eine wichtige Rolle.

Außerdem unterstützt es die Zellteilung und ist damit bei jeder Produktion im Körper essenziell. Besonders wichtig ist Folsäure für werdende Mütter, denn in der Schwangerschaft braucht das Baby viel Unterstützung beim Wachsen, also der Zellteilung.

Kranke, erkältete Frau eingewickelt in einer Decke auf der Couch mit benutzten Taschentüchern
Wenn du dich ständig schwach fühlst und unter Infekten leidest, können das Hinweise auf einen Vitaminmangel sein.

Folsäuremangel: Das sind die typischen Symptome 

Ein Folsäuremangel ist durch die Symptome nicht einwandfrei identifizierbar, da viele andere Mangelerscheinungen ähnlich verlaufen. Wenn du mehrere dieser Mangelerscheinungen hast, solltest du deine Ernährung überprüfen, indem du sie zum Beispiel eine Woche lang genau trackst und schaust, welche Vitamine und Mineralien vielleicht zu kurz kommen.

Dann solltest du die Ernährung anpassen oder Präparate einnehmen, wenn es nicht anders geht. Bei akuten Symptomen eines Folsäuremangels ist der Gang zu Arzt Pflicht. 

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Ständig müde oder krank? Dann könnte das mit der falschen Ernährung zu tun haben.(Photo: svetikd)

1. Blutarmut

Bei einem Folsäuremangel werden zwar weiterhin rote Blutkörperchen produziert, diese sind jedoch nicht voll funktionsfähig. Das kann zur Folsäuremangelanämie, also zur Blutarmut durch zu wenig Folsäure führen. Wer unter Blutarmut leidet, erkennt das durch Symptome wie:

  • Müdigkeit
  • Blässe
  • Kopfschmerzen & Schwindel
  • Atemnot
  • Erhöhter Puls 
  • Rote, glatte Zunge
  • Zungenbrennen oder –kribbeln
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsstörungen oder Durchfall 
  • Depression und Reizbarkeit
Frau krank
Schwanger zu werden ist mit einem Folsäuremangel umso schwieriger.(Photo: shutterstock/ G-Stock Studio)

2. Unfruchtbarkeit

Um ein Kind in seinem Bauch wachsen zu lassen, ist die Zellteilung der wichtigste Prozess. Hat der weibliche Körper dafür nicht genügend Ressourcen, kann es sein, dass man gar nicht schwanger wird.

Auch Spermien sind weniger fruchtbar, wenn der Mann unter einem Folsäuremangel leidet.

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Eine lange Wallemähne gibt es bei einem Folsäuremangel nicht.(Photo: heckmannoleg)

3. Langsames Haarwachstum

Das Haarwachstum wird durch Folsäure unterstützt. Hast du einen Mangel, könnte ein Symptom auch ein entschleunigtes Haarwachstum sein oder Haare könnten gar nicht mehr nachwachsen.

Wenn du mehr dazu wissen möchtest, wie du dein Haarwachstum beschleunigen kannst, lies hier weiter.

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Aknemale kann die Haut schlechter kurieren bei wenig Folsäure.(Photo: istock/draganab)

4. Entzündete, blasse & unreine Haut

Die Zellerneuerung ist besonders für unsere Haut wichtig. Ohne Folsäure kommt es auch hier zu Symptomen. Wer Aknemale hat, wird merken, dass sie langsamer verheilen. Generell ist die Haut blasser und gereizter.

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Besonders alte Menschen & Frauen in der Schwangerschaft leiden öfter unter einem Folsäuremangel.

Wie wird ein Folsäuremangel diagnostiziert?

Einen Mangel misst man nicht anhand der Dosierung im Blut, sondern am Aussehen der Blutkörperchen. Diese sind bei einem Folsäuremangel stark vergrößert und durch ein Blutbild schnell zu nachweisbar.

Wie viel Folsäure braucht ein Erwachsener?

Ein Erwachsener braucht am Tag knapp 300 - 400 Mikrogramm Folsäure. So viel steckt in 200 g roten Linsen. Eine Überdosis entsteht erst bei 15 Milligramm pro Tag. 

Gesunde Nüsse
Nüsse, Gemüse und Obst enthalten alle Folsäure und sollten sowieso zu einer gesunden Ernährung gehören.

Wo steckt Folsäure überall drin?

Folsäure findest du besonders in hefehaltigen Nahrungsmitteln, Getreide – und Hülsenfrüchten. Aber auch Gemüse und Obst sind wichtige Lieferanten:

  • 100 g Weizenkeime: 520 Mikrogramm
  • 100 g Sojabohnen: 210 Mikrogramm
  • 100 g Grünkohl: 187 Mikrogramm
  • 100 g Erbsen: 159 Mikrogramm
  • 100 g Walnüsse: 77 Mikrogramm
  • 100 g Kirschen 52 Mikrogramm


Fazit: Folsäuremangel als Selbstdiagnose

Die typischen Symptome eines Folsäuremangels können leicht mit anderen Krankheitsbildern übereinstimmen wie Eisenmangel oder auch Vitamin D-Mangel und ist somit schwierig zu bestimmen, wenn man keine Blutuntersuchung machen lässt. Mehr zu generellen Symptomen eines Vitaminmangels, erfährst du hier.

Allerdings steckt Folsäure in vielen Lebensmitteln. Ein Präparat ist nur dann sinnvoll, wenn man einen erhöhten Bedarf hat oder durch bestimmte Diäten nicht genügend zu sich nehmen kann.

Außerdem: Diese 5 Frauen-Krankheiten solltest du kennen.


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