Kinder

Tagesmutter gesucht: Was für die familiennahe Betreuung spricht

Tagesmutter oder Kita? Zum Ende der Elternzeit, stehen viele Paare vor einer schwierigen Aufgabe: Sie müssen ihren Nachwuchs in die Obhut fremder Hände geben.

Mutter mit ihrer Tochter und Blumenstrauß
Tagesmutter oder Kita? Viele Eltern sind mit dieser Frage überfordert.

Immer mehr Eltern entscheiden sich für eine familiennahe Betreuung und suchen sich eine Tagesmutter. Doch was genau unterscheidet die Betreuung bei einer Tagesmutter von der in einer Kita? Wir erklären dir die wichtigsten Unterschiede.

Was genau ist eine Tagesmutter?

Tagesmütter und Tagesväter sind sogenannte Kindertagespflegepersonen. Sie betreuen Kinder in einer familiennahen Form. Dies geschieht in ihren eigenen Haushalten, angemieteten Räumen oder in den Haushalten der jeweiligen Familien. Tagesmütter betreuen in der Regel Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind.

Sie müssen eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt besitzen, einen Qualifizierungskurs durchlaufen sowie einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind vorweisen.

Welche Vorteile bietet die familiennahe Kinderbetreuung gegenüber einer Kita?

Ob du dir nach der Elternzeit eine Kita oder eine Tagesmutter aussuchst, ist eine ganz persönliche Entscheidung. Dabei stehen die Bedürfnisse deines kleinen Schatzes natürlich an erster Stelle. Doch auch deine berufliche Situation solltest du nicht außer Acht lassen. Tatsächlich bringt die Tagespflege in dieser Hinsicht so manchen Vorteil mit sich.

1. Kleinere Gruppen

Eine allein arbeitende Tagesmutter darf maximal fünf Kinder gleichzeitig betreuen. Folglich ist die Kindertagespflege individueller. Dies ist vor allem für Kinder, die sich in großen Gruppen noch nicht so wohl fühlen ideal. In herkömmlichen Kita-Gruppen ist die Anzahl der zu betreuenden Kinder häufig mehr als doppelt so hoch.

2. Flexiblere Betreuungszeiten

Ein weiterer Vorteil liegt in der flexibleren Gestaltung der Betreuungszeiten. Zwar punkten mittlerweile viele Kitas mit langen Öffnungszeiten, dennoch können Tagesmütter viel leichter auf die Lebenssituation der Eltern eingehen.

3. Feste Bezugsperson

Kitas arbeiten im Schichtsystem, folglich wird dein Kind mehrere Betreuungspersonen kennenlernen. Bei der Tagespflege ist das etwas anders: Die Tagesmutter ist die erste Bezugsperson und betreut dein Kind in der Regel den ganzen Tag. Entwicklungspsychologisch ist das insbesondere für Kleinkinder sinnvoll und stärkt das Selbstbewusstsein.

Frau die mit einem Kind spielt
Quatschmachen mit der Tagesmutter: Sie ist eine feste Bezugsperson. Fällt sie aus, gibt es keine Vertretung.

Was spricht gegen die Kindertagespflege?

Ein wichtiger und entscheidender Nachteil der Kindertagespflege liegt gerade in seiner familiären Struktur: Ist die Tagesmutter nämlich krank, dann gibt es keine Vertretung und du musst selbst zusehen, wie du deinen Sprössling unterbringst.

Kitas haben es da etwas leichter und können umdisponieren. Beispielsweise indem Gruppen einfach zusammengelegt werden.

Wie finde ich eine Tagesmutter?

Du bist überzeugt davon, dass die Tagespflege genau das Richtige für dein Kind ist. Doch wie findest du nun eine Tagesmutter in deiner Nähe

Am einfachsten ist es, sich mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen. Dort sind nämlich alle Tagesmütter mit Pflegeerlaubnis registriert. Außerdem werden alle freien Betreuungsplätze ans Jugendamt weitergeleitet, sodass du hier garantiert an der richtigen Adresse bist.

Lass dir bei der Auswahl der Kindertagespflegeperson ruhig etwas Zeit und bleibe anspruchsvoll. Wenn alle Fragen geklärt sind und du sicher bist, die perfekte Tagesmutter für dein Kind gefunden zu haben, werden alle Vereinbarungen in einem Betreuungsvertrag festgehalten.

Fazit: Tagesmütter sind eine tolle Alternative zur Kita!

Du wirst selbst am Besten wissen, welche Betreuung zu deinem kleinen Schatz passt. Wenn dir eine feste Betreuungsperson und kleine Gruppen für dein Kind wichtig sind, dann ist die familiennahe Tagespflege in jedem Fall empfehlenswert.