In den vergangenen Monaten hatte Hollywood-Star Johnny Depp (58) weniger mit seinen Filmen als viel mehr mit seinem Privatleben für Aufsehen gesorgt. In seinem ersten Interview nach einem verlorenen Rechtsstreit im vergangenen Jahr, spricht er nun unter anderem darüber, dass er sich von der Traumfabrik boykottiert fühlt.

In dem Gespräch mit der britischen „The Sunday Times“ erzählt Depp von „Hollywoods Boykott von mir“, von „einer unangenehmen und chaotischen Situation“ in den vergangenen Jahren. Der Schauspieler befinde sich auf einem Weg, den er beschreiten müsse, „um Dinge ans Licht zu bringen“. Zudem geht es in dem Interview um sein Drama „Minamata“, das im Februar 2020 auf der Berlinale seine Premiere feierte, in den USA aber immer noch nicht veröffentlicht wurde, wie das Branchenmagazin „The Hollywood Reporter“ berichtet.

Was war passiert?

Depp hatte 2015 die Schauspielerin Amber Heard (35) geheiratet. Das Paar trennte sich aber bereits 2016 und wurde dann Anfang 2017 geschieden. Es kam zu einem langwierigen Rosenkrieg, bei dem sie sich beide Parteien unter anderem gegenseitig der häuslichen Gewalt beschuldigten.

Im vergangenen Jahr musste Depp dann seine Rolle als Gellert Grindelwald im dritten Teil der „Phantastische Tierwesen“-Reihe abtreten. Zuvor hatte er einen Rechtsstreit gegen den Herausgeber der britischen „The Sun“ verloren, die ihn als „Frauenschläger“ bezeichnet hatte. Der Prozess, der zu einem weiteren Streit zwischen Depp und Heard ausgeartet war, sorgte für großes mediales Interesse.

Kürzlich wurde bekannt, dass Depp auf dem San Sebastian International Film Festival im September für sein langjähriges Schaffen in der Filmindustrie mit dem Donostia Award ausgezeichnet werden soll. Dies hatte nach den Vorwürfen der häuslichen Gewalt jedoch ebenfalls für Kritik gesorgt.

(wue/spot)