Der Geruchssinn wird oftmals unterschätzt. Der Mensch lässt sich von Gerüchen leiten, verführen oder mitunter sogar manipulieren. Und unter anderem kann der Duft auch einen starken Einfluss auf die Wahl eines möglichen Partners haben. Nicht umsonst heißt es, dass man sich gut riechen können muss. Doch wie kann Frau das perfekte Parfüm für sich finden?

Es kommt auf die Abstimmung an

Wenn eine Person einen Duft als angenehm empfindet, muss dies noch lange nicht heißen, dass das Gegenüber dem zustimmt. Ein noch so teures Parfüm nützt überhaupt nichts, wenn es nicht zum Geruch des eigenen Körpers passt. Für einen anderen Menschen riecht man dann gut, wenn der körpereigene Geruch mit dem Parfüm harmoniert.

Zunächst sollte man für sich selbst die Frage beantworten: Was mag ich? Wer Noten von Früchten wie Orange, Grapefruit oder Zitrone liebt, kann sich in Richtung eines eher fruchtigen Duftes orientieren. Aber auch im Reich der Gewürze gibt es unzählige Möglichkeiten und Varianten. Wer Vanille mag, tendiert womöglich zu einem Parfüm, das als Kopfnote ebenfalls Vanille besitzt.

Parfüms am Vormittag testen

Auch während der Pandemie ist es teils möglich, sich in einem Fachgeschäft oder einer Fachabteilung unter Einhaltung der Hygienestandards von Experten beraten zu lassen. Möchten Kunden ein Parfüm testen, können sie beispielsweise oftmals auch Mitarbeiter um Hilfe bitten, die Düfte auf ein Papierkärtchen zu sprühen.

„Unsere Kunden dürfen Düfte endlich wieder testen und die Freude ist groß dabei“, erklärt Angela von Rebay, Einkaufsleiterin für den Bereich Kosmetik bei Ludwig Beck, auf Nachfrage der Nachrichtenagentur spot on news. „Für das Probieren von Pflege und Dekorativer Kosmetik achten wir darauf, dass der Kunde die Produkte nicht direkt aus dem Tiegel nimmt und beispielsweise Lippenstift nicht direkt auf der Haut aufträgt. Je nach Counter ist sogar schminken oberhalb der Mund-Nasenmaske erlaubt. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske besteht jedoch weiterhin.“

Grundsätzlich ist es besser, sich beim Testen auf eher wenige Düfte zu konzentrieren, denn irgendwann benötigt eine untrainierte Nase eine Pause. Besonders der Vormittag eignet sich dabei gut, um sich auf die Suche nach einem neuen Parfüm zu machen, denn dann ist der Geruchssinn sensibler als später am Tag.

Tipps für das Auftragen

Und wie sollte das Parfüm aufgetragen werden, wenn der geeignete Duft einmal gefunden ist? Viele Experten empfehlen das Parfüm zum einen sparsam zu dosieren, damit es nicht zu aufdringlich wirkt. Zum anderen sollte der Duft von unten aufgesprüht werden, da Duftmoleküle nach oben steigen. Häufig wird auch dazu geraten, das Parfüm wenn möglich direkt nach einem Bad oder dem Duschen aufzutragen.

Außerdem sollte das aufgesprühte Parfüm nicht verrieben werden – manche reiben beispielsweise ihre Handgelenke aneinander. Durch das Verreiben wird die Intensität des Duftes allerdings deutlich verringert. Wer sich für ein etwas schwereres Parfüm entscheidet, kann den Duft in die Luft sprühen und einmal durch die Duftwolke schreiten, wodurch es gleichmäßiger verteilt wird.

(wue/spot)