Bayern hat am Sonntag den Katastrophenfall ausgerufen. Und auch in anderen Ländern stehen härtere Corona-Maßnahmen zur Debatte. wmn mit einem Kurzüberblick.

Corona: Das ist das Ziel

Die Corona-Infektionszahlen steigen. Doch Kanzleramtschef Helge Braun bekräftigte am Sonntag noch einmal das Ziel, das die Bundesregierung erreichen will: Nämlich auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zu kommen. 

Das Problem: Selbst in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, den beiden Ländern mit niedrigeren Infektionszahlen, wurde der Schwellenwert geknackt. Dazu kommt, dass bestimmte Landkreise von diesem Ziel sogar meilenweit entfernt sind. In diesen sogenannten „Hotspots“ sollen laut Braun deshalb noch einmal „deutliche Verschärfungen“ gemacht werden.

Was die Bundesländer planen

Eigentlich hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass vom 23. Dezember bis zum 1. Januar zehn Personen zusammenkommen dürfen. Doch in Bayern wird das nur noch vom 23. bis 26. Dezember erlaubt sein. An den anderen Tagen dürfen sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

In Baden-Württemberg gibt es bereits ähnliche Regelungen.  Berlin hat von Anfang an geplant, dass über die Feiertage maximal fünf Personen zusammen kommen dürfen. Und in Sachsen denkt man ebenfalls darüber nach, die Zügel anzuziehen. So erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Sonntag im ZDF, dass in den Hotspots „nachgesteuert“ werden müsse. „Wir sprechen in der Regierung darüber, was es noch für Möglichkeiten gibt. Wir werden da sicherlich im Laufe dieser Woche auch noch weitere Entscheidungen treffen.“

Und auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe: „Es wird keine Entlastungen für Weihnachten und Silvester geben.“ Am Dienstag soll das Thema aber noch einmal im Kabinett aufgegriffen werden.

Und auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe: „Es wird keine Entlastungen für Weihnachten und Silvester geben.“ Am Dienstag soll das Thema aber noch einmal im Kabinett aufgegriffen werden.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hahn erklärte in der Augsburger Allgemeinen: „Wir dürfen kein Risiko eingehen, auch nicht an Silvester.“

Eigentlich wollten sich die Minister erst am 4. Januar noch einmal beraten. Doch angesichts der anstehenden Feiertage könnte das nächste Treffen allerdings noch vor Weihnachten stattfinden und dann ein Fahrplan für die kommende Zeit aufgestellt werden.

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