Ein in Schokolade getauchter Vanillekeks sorgt gerade für jede Menge Aufsehen. Übersetzt heißt das Produkt „kleiner schwarzer Mensch“. Für Nestlé nicht hinnehmbar. Der Lebensmittelkonzern verkündete am Mittwoch: Der Keks wird wegen der Debatte um Rassismus kurzerhand umbenannt. Um welches Gebäck es geht, liest du hier.

Der Name des Kekses mutete rassistisch an

Nachdem das Gesicht einer schwarze Frau von der Verpackung entfernt wurde, folgt nun das Rebranding der Süßigkeit, die in Chile äußerst beliebt ist. 60 Jahre lang trug der Keks den Namen „Negrita“. Jetzt wurde er in „Chokita“ umbenannt.

Dass die Verwendung dieses Begriffs nicht mehr tragbar ist, zeigte sich jüngst am Beispiel des uruguayischen Fußballstar Edison Cavani, der eine Geldstrafe wegen Rassismus hinblechen musste, weil er auf Instagram die männliche Form „Negrito“ benutzte.

Hinzukommt, dass in vielen lateinamerikanischen Ländern die Diskriminierung gegenüber Schwarzen und Ureinwohnern noch immer ein großes Problem ist.

Kleiner Keks, große Wirkung

Nestlé erklärte zu der Namensänderung, dass es ein „gestiegenes Bewusstsein von Marken und ihrer visuellen Sprache in Bezug auf die Verwendung von Stereotypen oder kulturellen Darstellungen“ gebe, die als „unangemessen“ angesehen werden könnten.

Man habe die Entscheidung im Sinne einer „Kultur des Respekts und der Nicht-Diskriminierung“ getroffen.

Noch mehr News zum Thema Rassismus?

crlnmyr