Der Sommer ist da und uns drohen Trockenheit und Dürre – wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) berichtet. Und damit könnte es aber auch zu einem Wassermangel kommen. Vielerorts ist es bereits wieder verboten,, Wasser zur Bewässerung aus Flüssen zu entnehmen. Ein möglicher Vorgeschmack auf Engpässe.

Wassermangel & Wasserqualität sind Problem

Weiter heißt es, dass die Gewässer in Deutschland nicht gegen die Auswirkungen des Klimawandels gerüstet sind: „Wir heizen die Erde weiter auf, gleichzeitig entwässern wir die Landschaft. Deshalb ist es keine Überraschung, dass es unseren heimischen Gewässern so schlecht geht“, erklärt Olaf Bandt, der Vorsitzende des BUND. So soll laut der Experten auch der Grundwasserspiegel in weiten Teilen Deutschlands seit 30 Jahren sinken. Im Sommer kommt es verstärkt zu Trockenperioden und wenn es regnet, dann falle vor allem Starkregen. Laut des BUND gehe es bei der Wasserkrise aber nicht nur um die Wasserqualität, die ein Problem darstellt, sondern vor allem auch um ein Mengenproblem beziehungsweise einen Wassermangel.

Die Wasserkrise beschleunigt den Klimawandel

Doch steigende Temperaturen und fehlende Strategien führen nicht nur zu einem Wassermangel, sondern verstärken wiederum auch den Klimawandel. Denn wenn Moore und Auen trockengelegt werden, vertrocknet nicht nur die Landschaft, sondern es werden riesige Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen wie CO2 und Methan freigesetzt.

SINKENDE GRUNDWASSERSTÄNDE SOWIE STEIGENDE WASSERTEMPERATUREN HABEN FATALE FOLGEN AUF MENSCH UND UMWELT. DAS FISCHSTERBEN IM LETZTEN JAHR WIRD NICHT DAS LETZTE GEWESEN SEIN.

OLAF BANDT

Wassermangel
Ein Wassermangel könnten zu Konflikten führen(Photo: rclassenlayouts)

Doch: Was lässt sich gegen den Wassermangel tun? Der BUND fordert:

  • Den Flüssen wieder mehr Raum zu geben und sie nicht einzudeichen
  • Wasser soll in der Landschaft gehalten werden, sodass sich die Grundwasserspeicher wieder auffüllen
  • Die Flächenversiegelung soll gestoppt werden
  • Wassernutzungskonflikte müssen nachhaltig und gerecht gelöst werden
  • In der Landwirtschaft soll es ein nachhaltiges Wassermanagement geben
  • Flüsse sollen nicht an große Schiffe angepasst und vertieft werden sondern anders herum

Die kommunalen Wasserversorger plädieren aber auch für ein Umdenken bei den Verbrauchern. Gegenüber der Deutschen Presseagentur sagt der Verband: „Bei anhaltenden Trockenperioden sollten Verbraucher in betroffenen Ortschaften abwägen, ob der Wassergebrauch in allen Fällen wirklich nötig ist – etwa bei der Gartenbewässerung.“ Es helfe darüber hinaus auch, das Regenwasser in Tonnen zu sammeln, um damit zu gießen.

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