Jedes Jahr am 31. Oktober feiern wird hierzulande Halloween. Wir kaufen Süßigkeiten für die Kinder, schnitzen dekorative Kürbisse und verkleiden uns mal mehr, mal weniger gruselig für eine Halloweenparty. Doch warum tun wir all diese Dinge eigentlich? Was ist Halloween? In diesem Artikel findest du die fünf wichtigsten Fakten über das Fest.

Was ist Halloween? 3 wichtige Fakten über das Gruselfest

Halloween wird vor allem in Nordamerika großgeschrieben, doch auch hierzulande erfreut sich das Fest seit den 80er-Jahren großer Beliebtheit. Vielleicht fragst auch du dich jedes Jahr aufs Neue: Was ist Halloween eigentlich? Diese drei Fakten klären dich auf…

1. Halloween beruht auf einer irischen Tradition

Der Begriff Halloween ist abgeleitet von den Wörtern All Hallows Eve, was übersetzt so viel heißt wie der Abend vor Allerheiligen. Und tatsächlich: Vom 1. Auf den 2. November wird Allerheiligen gefeiert, an dem allen Heiligen gedacht wird.

Heute ist der Brauch rund um Halloween vor allem in Nordamerika bekannt, dabei kommt er gar nicht von da. Vielmehr stammt er aus dem katholischen Irland. Die irischen Eingewanderten brachten den Brauch allerdings mit in die USA und bauten den Brauch hier immer weiter aus.

Halloween geht vermutlich auf das keltische Totenfest Samhain zurück. Samhain heißt so viel wie Ende des Sommers. Und das Ende des Sommers bedeutet nach althergebrachter Tradition immer auch den Beginn der Zeit der Toten. In der Nacht von Samhain wurde demnach nicht nur der Übergang vom Sommer auf den Winter gefeiert, sondern es wurde auch den Verstorbenen gedacht.

Dafür bot man ihnen anlässlich des Übergangs der Welten üppige Speisen an. In Mexiko feiert man das Fest der Toten bis heute auf diese Art und Weise. Hierzulande und in Nordamerika veränderte sich der Brauch allerdings, da die Angst vor dem Tod über die Zeit zunahm.

Übrigens: Wer kein Geld hatte, um üppige Speisen zu bereiten, ging von Tür zu Tür und bat um milde Gaben. Hier liegt der Ursprung des heutigen Trick or Treats.

Trick or Treat
Das Kinder heute von Tür zu Tür laufen und „Süßes sonst gibts Saures“ rufen, geht auf die Tradition Samhain zurück. Credit: IMAGO / Addictive Stock

2. Halloweenkostüme sollen die Toten austricksen

Aufgrund der zunehmenden Angst vor dem Tod trat irgendwann die Kostümierung zu Halloween auf den Plan. Die Menschen dachten, je gruseliger und verwesender sie sich verkleiden würden, desto eher könnten sie den Tod überlisten. Der Tod, der an diesem Abend allgegenwärtig war, sollte denken, dass man schon längst tot sei. Zudem begannen Menschen, kleine Gaben vor ihre Türen zu legen, um Geister zu besänftigen.

Übrigens: Erst seit der Umstellung auf den gregorianischen Kalender fällt das Fest bei uns auf den 31. Oktober.

Frau Maske Halloween
Typische Halloweenkostüme sollen den Tod austricksen. Credit: IMAGO / Addictive Stock

3. Kürbisfratzen heißen Jack-O-Lanterns

Um zu verstehen, warum wir uns alle jährlich Kürbisfratzen auf die Veranda stellen, müssen wir die Story von Jack O erzählen. Jack O war ein Gauner, ein Dieb und ein Schlitzohr. Sein größter Coup war ohne Frage der, als er den Teufel austrickste, der gekommen war, um ihn zu holen. Jack O nahm den Teufel allerdings gefangen und erpresste sich so weitere zehn Lebensjahre.

Zehn Jahre später kam der Teufel erneut, um Jack O zu holen. Gewieft, wie er war, bat er den Teufel um eine Henkersmahlzeit. Der Teufel sollte ihm einen Apfel vom Baum pflücken. Als der in der Baumkrone ankam, ritzte Jack O ein Kreuz in die Rinde und verhinderte so, dass der Teufel wieder runterkam.

Der Teufel musste versprechen, dass Jack O’s Seele nach seinem Tod nicht in die Hölle kommt. Als nun aber der Tag von Jack O’s Tod kam, sollte er diesen Deal bereuen. Denn auch zum Himmelreich wurde ihm aufgrund seiner Gaunereien der Zugang verwehrt. So wandelte er fortan als Untoter zwischen den Welten.

Aus Mitleid gab ihm der Teufel ein Stück Kohle aus dem Höllenfeuer. Jack O legte sich dieses Stück in eine ausgehöhlte Rübe, um es nicht erlöschen zu lassen. So entstand die Tradition, aus Rüben, Laternen zu schnitzen – die sogenannten Jack-O-Lanterns.

Später wurden vermehrt Kürbisse für diese Laternen verwendet, da sie in Nordamerika zuhauf vorhanden waren. Bis heute sollen die Kürbisfratzen auf der Veranda böse Geister fernhalten.

Kürbis
Jack O Lanterns haben einen Mythos hinter sich, der einem das Gruseln lehrt. Credit: IMAGO / Addictive Stock

Was ist Halloween? Ein Fest für die Toten und mit jeder Menge Tradition

Zwischen all der Kommerzialisierung, die mit Halloween einhergeht, kann man schnell vergessen, was für eine schöne Tradition hinter dem Tag steht. Immerhin geht es hier ursprünglich darum, den Toten zu gedenken. Statt dich dieses Jahr also nur mit Monsterwackelpudding vollzustopfen und dich in ein Gruselkostüm deiner Wahl zu werfen, solltest du dir auch einen Moment nehmen und all den Menschen gedenken, die nicht mehr physisch auf dieser Welt umherwandern.

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