Zuletzt sah man Angela Merkel die Erschöpfung an. 16 lange Jahre hatte sie das Amt der Bundeskanzlerin inne. Ende September übernimmt entweder CDU-Kollege Armin Laschet oder seine Konkurrent:innen Olaf Scholz (SPD) oder Annalena Baerbock (Die Grünen) Merkels Job. Und was macht sie nach all der anstrengenden Zeit? Das verriet die 66-Jährige jetzt bei ihrem letzten Auslandsbesuch der Vereinigten Staaten in Washington.

Angela Merkel hat bereits Pläne für die Zukunft

Im Rahmen der Verleihung die Ehrendoktorwürde an der Johns-Hopkins-Universität wurde die Noch-Kanzlerin gefragt, was sie am Tag der Amtsübergabe machen würde. Die Antwort klingt nach vier Legislaturperioden erst einmal nachvollziehbar: Ich werde „nicht gleich die nächste Einladung annehmen, weil ich Angst habe, ich habe nichts zu tun und keiner will mich mehr“.

Doch ein Satz dürfte viele Anwesenden aufhorchen lassen haben. Denn Angela Merkel verriet, dass sie eine Pause einlegen und nachdenken wolle, „was mich so eigentlich interessiert“. Dazu habe sie in den vergangenen 16 Jahren wenig Zeit gehabt. Freizeit war bei der studierten Physikerin anscheinend mehr als rar gesät.

„Und dann werde ich vielleicht versuchen, was zu lesen, dann werden mir die Augen zufallen, weil ich müde bin, dann werde ich ein bisschen schlafen, und dann schauen wir mal„, so die Kanzlerin weiter.

Merkel heißt nicht umsonst Krisen-Kanzlerin

Dass Angela Merkel nach 16 Jahren im Amt der Bundeskanzlerin erst einmal Ruhe braucht, dürfte wohl niemanden überraschen. Nicht umsonst wird sie auch die Krisen-Kanzlerin genannt und musste Deutschland irgendwie durch die Eurokrise, Flüchtlingskrise und Corona-Krise manövrieren.

Jetzt kann sie sich wieder ganz ihren Hobbys widmen, die sie wohl erst mal wieder selbst für sich (neu) entdecken muss. Bekannt ist, dass die Wahl-Berlinerin ein großer Fan der russischen Literatur ist und Tolstois „Krieg und Frieden“ liebt. Auch Backen tut sie angeblich gern, obwohl sie selbst kein Kuchenfan sein soll. Vielleicht hört sie beim Verrühren der Zutaten die Opern von Wagner. Angela Merkel soll nämlich ein großer Klassik-Fan sein. Und wer weiß? Vielleicht verrät sie ja mal in einem weiteren Gespräch, ob all diese Dinge sie tatsächlich noch immer interessieren.

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