Donald Trump hat über 100 Leute begnadigt. Darunter einige Promis. Auch seine Kinder? Die Antwort erfährst du hier.

Um ein Uhr nachts, elf Stunden vor dem Machtwechsel, standen die Namen fest. 143 Personen hat der scheidende US-Präsident Donald Trump noch begnadigt. Dazu gehören enge Vertraute, Stars und Sternchen, Wirtschaftskriminelle und Parteifreunde.

Donald Trump begnadigt Stars und Sternchen

Unter den Begnadigten ist nicht nur Steve Bannon, der ehemalige Stratege von Trump. Sondern es befinden sich auch viele auf der Liste, die eine unverhältnismäßig hohe Strafe erhalten haben, beispielsweise für Drogendelikte. Das berichteten mehrere US-Medien.

Wie hat es Donald Trump eigentlich zum Präsidenten geschafft? Im Video erfährst du es.

Diese Personen hat Donald Trump unter anderem begnadigt:

  • Rapper Lil Wayne und Kodal Black (illegaler Waffenbesitz)
  • Den ehemaligen Bürgermeister von Detroit, Kwame Kilpatrick (Korruption)
  • Den Augenarzt und Nachbarn von Trump, Salomon Melgen (Krankenkassenbetrug an Senioren)
  • Elliott Broidy, den Ex-Vizefinanzchef der Republikaner (illegale Lobbyarbeit für Malaysia)

Begnadigungen sind an sich nichts Neues. Doch bei Trump überrascht ein Detail

Auch andere Präsidenten haben in den letzten Zügen ihres Amtes mehrere Menschen begnadigt. So hat zum Beispiel Bill Clinton an seinem letzten Tag 170 Begnadigungen ausgesprochen. Und dennoch kommt an Trumps Verhalten viel Kritik auf. Beispielsweise, dass er die meisten Begnadigten persönlich kannte und dass er selbst davon in Zukunft profitieren könnte. 

Aber auch, dass er seinen ehemaligen Strategen Steve Bannon begnadigt hat, sorgt für Kopfschütteln. Denn dieser hat eine entscheidende Rolle beim Sturm auf das Kapitol gespielt und könnte auch in Zukunft für Trumps politische Karriere von enormer Wichtigkeit sein.

Überraschenderweise haben es aber einige Namen bislang nicht auf Trumps Liste geschafft. Nämlich die seiner Kinder und seines Anwalts Rudy Giuliani. Denn lange wurde darüber spekuliert, ob er sie Last Minute noch begnadigen würde. Ebenso wie sich selbst. Denn Donald Trump drohen nach seiner Amtszeit ebenfalls strafrechtliche Verfahren. So werden ihm nicht nur sexuelle Übergriffe vorgeworfen, sondern auch dubiose Geschäftspraktiken.

Keine Gnade hatte Donald Trump hingegen mit mehreren Gefängnis-Insassen. Trotz ihrer Gesuche ließ sie der Präsident nämlich hinrichten.