Sich selbst auf das Coronavirus zu testen, ist uns mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen: Stäbchen rein, drehen, drehen, drehen… und fertig.

Doch wir müssen vorsichtig mit dem Ergebnis der Schnelltests sein. Wir sollten uns lieber nicht darauf verlassen, dass sie uns zuverlässig eine Corona-Infektion melden. Der Grund ist, dass sich die Ergebnisse so schnell ändern können. Aber seht selbst…

So schnell ändert sich das Ergebnis eines Schnelltests

Der Epidemiologe Billy Quilty von der Londoner School of Hygiene and Tropical Medicine führte an sich selbst vier Schnelltests durch und fotografierte deren Ergebnisse. Das Resultat verwirrt nicht nur ihn, sondern auch Tausende andere. Die vier Tests zeigen alle ein anderes Ergebnis, obwohl sie nur wenige Stunden nacheinander durchgeführt wurden.

Den ersten führte Quilty am Morgen durch, den zweiten beim Mittag, den dritten am Abend und den vierten am darauffolgenden Morgen. Die beiden ersten Tests sind negative, beim dritten wird schon eine schwache zweite Linie beim „T“ sichtbar, während beim vierten ganz klar wird, dass der Schnelltest positiv ausgefallen ist.

Wusstest du eigentlich, dass die Schnelltesets eine ganz schön große Preisveränderung hinter sich haben? Anfang Dezember, als die Omikron-Variante ausbrach, waren sie teilweise 400% teurer als Anfang November.

Schnelltest
Schnelltests sind tückischer, als du vielleicht denkst. So schnell können sie positiv werden. Foto: Oleksandr Slastin / Getty Images via canva

Was bedeutet diese schnelle Veränderung für die Zukunft?

Zwischen den gemachten Tests liegen nur wenige Stunden. Billy Quilty schreibt in seinem dazugehörigen Twitter-Post deshalb Folgendes: „Eine Demonstration, wie schnell du positiv werden kannst. […] Führe die Schnelltests durch, direkt bevor du jemanden triffst.“

Damit möchte der Epidemiologe dazu appellieren, die Schnelltests nicht Stunden vor einem Treffen durchzuführen, sondern Minuten davor. Durch die kurzfristige Durchführung des Schnelltests können Ansteckungen minimiert werden und damit auch die Ausbreitung des Virus oder der neuen Omikron-Variante. Denn wie herausgestellt wurde, kann der Schnelltest nur anzeigen, dass man genau in der Sekunde, in welcher der Test durchgeführt wurde, nicht ansteckend ist oder das Virus in sich trägt.

Der Selbsttest von Billy Quilty zeigt uns also, wie wichtig der Zeitpunkt des Testens doch ist und dass ein paar Minuten schon ein anderes Ergebnis bedeuten können.

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