Die Welt ist voller Gefahren und selbst im Supermarkt lauern sie. Ein kleiner Skandal bei Kaufland in der letzten Woche aufgedeckt, dass Produkte, die wir im Supermarkt erstehen können, gefährlich für die Verbrauchenden sein können. Zwar unterliegen die Produkte im Supermarkt in Deutschland strengen Richtlinien, doch das bedeutet das noch lange nicht, dass die Produkte auch alle einwandfrei sind. Das ist bei Kaufland passiert und das sind die Lehren, die Verbrauchende daraus ziehen sollten.

Wir von wmn haben uns mal umgeschaut: Wie können wir als Konsument:innen darauf achten, dass wir uns keine gefährlichen Produkte ins Haus holen? Zum Glück gibt uns die Bundesregierung einige Tipps, an die wir uns halten können.

Sicherheitsmängel an Kinderschaukeln bei Kaufland

Bei Kaufland wurden jahrelang Kinderschaukeln verkauft, die Eltern und Verkaufende natürlich für absolut sicher gehalten haben. Allerdings kam vor ein paar Tagen ans Tageslicht, dass diese Schaukeln erhebliche Sicherheitsmängel aufweisen können. Aus diesem Grund gab es einen deutschlandweiten Produktrückruf. Es besteht bei dieser Schaukel Verletzungsgefahr:

  • Kinderschaukel 3 in 1 zwischen 6 und 36 Monate (GTIN: 4337185020933)
  • verkauft vom 06.03.2017 bis 26.08.2020
Kinderschaukeln sollten auf keinen Fall fehlerhaft produziert sein. IMAGO / Westend61

Warum ist die Kaufland-Schaukel gefährlich?

Die Schaukel von Kaufland hat einen Mangel: Es ist möglich, dass ein Clip des Mittelstücks, das aus Plastik besteht, brechen könnte. Dieses Mittelstück ist aber dafür da, die Kinder in der Schaukel vor dem Herausfallen zu hindern.

Eltern sind daher unbedingt dazu angehalten, die Schaukel nach dem Kauf zurückzugeben und sich ihr Geld zurückerstatten zu lassen.

Problematisch ist dabei aber nicht die Tatsache, dass es Mängel an diesem Kinderprodukt gibt. Produktrückrufe sind nicht allzu selten und ihre Notwendigkeit wird meist schnell erkannt. Doch so war es dieses Mal nicht. Ganz im Gegenteil: Die fehlerhaften Schaukeln wurden ganze drei Jahre verkauft, bis sie nun endlich aus dem Verkauf genommen wurden und eine Rückrufaktion eingeleitet wurde. Es ist bis heute nicht geklärt, warum es so lange gedauert hat, bis man die Sicherheitsmängel bei der Schaukel von Kaufland entdeckte.

Was tun bei gefährlichen Produkten?

Um der Gefahr durch Supermarktprodukte zu entgehen, gibt die Bundesregierung einen Verhaltenskodex an die Kund:innen weiter. Dieser ist keinesfalls verpflichtend, aber gerade für Eltern mit kleinen Kindern besonders wichtig zu beachten.

Die Bundesregierung gibt an, dass Supermärkte und Hersteller dazu verpflichtet sind, sich um die Qualität der Produkte selbst zu kümmern. Verbrauchende können sich eigentlich darauf verlassen, sollten aber dennoch vorsichtig sein. Tatsächlich wurden allein im Jahr 2015 186 Produkte als gefährlich eingestuft.

Woran erkennst du ein gefährliches Produkt?

Es ist gar nicht so einfach, ein qualitativ hochwertiges Produkt aus dem Supermarkt auf seine Sicherheitsstandards zu prüfen. Dennoch kannst du einige Tricks anwenden, um gute von schlechten Produkten zu trennen:

  • Haushaltsgeräte, Elektronik und ähnliches haben ein GS (Geprüfte Sicherheit)- Zeichen.
  • sehr günstige Preise weisen auf schlechte Qualität hin.
  • Bei Spielzeug und Kleidung solltest du den Riechtest machen: Riecht das Produkt sehr künstlich, wurde wahrscheinlich schlechtes Plastik verbaut.
  • Noch mehr Verbrauchertipps gibt es auf der Seite der Bundesregierung.

Noch mehr Verbraucherthemen?