US-Schauspielerin Allison Mack (38) wurde am Mittwoch (30.6.) zu drei Jahren Haft verurteilt. Sie bekannte sich zuvor schuldig, Frauen für eine Sekte rekrutiert und sich zur Erpressung verschworen zu haben. „Ich habe Entscheidungen getroffen, die ich für immer bereuen werde“, sagte sie Medienberichten zufolge bei ihrer Verurteilung vor dem Gericht in Brooklyn. Sie sei von „Reue und Schuldgefühlen“ erfüllt.

Auch an die Opfer richtete der ehemalige „Smallville“-Star das Wort: „Aus dem tiefsten Teil meines Herzens und meiner Seele tut es mir leid.“ Die Anklagepunkte lauteten unter anderem auf Menschenhandel und Zwangsarbeit.

Allison Mack war Teil von NXIVM

Allison Mack war Teil der NXIVM-Gruppe, die von Keith Raniere (60) seit 1998 geführt wurde. Sie hatte ihren Sitz in Albany und beschrieb sich selbst als eine Selbsthilfeorganisation. Sie bot nach außen hin Workshops und Kurse an, die den Teilnehmern den Wunsch nach Selbstverwirklichung erfüllen sollten. Dann kam heraus: Zwischen Januar 2016 und Juni 2017 sollen Frauen in einer geheimen Untergruppe der Organisation gebrandmarkt und zu sexuellen Handlungen gezwungen worden sein.

Allison Mack brachte Beweise gegen Keith Raniere vor

Mack hätte für ihre Taten bis zu 17,5 Jahre Haft bekommen können. Da sie allerdings mit den Behörden kooperierte und sich bei den Opfern entschuldigte, fiel die Strafe am Ende geringer aus. Die Schauspielerin lieferte den Staatsanwälten laut „The Guardian“ unter anderem Informationen darüber, wie Keith Raniere zur „Verwendung von erniedrigender und abwertender Sprache, einschließlich rassistischer Beleidigungen“ ermutigte, „um ‚Sklaven‘ zu demütigen“. Zudem soll die Schauspielerin die Aufnahme einer Unterhaltung herausgegeben haben, in der sie mit Raniere über die Brandzeichen sprach.

Keith Raniere wurde im März 2018 in Mexiko festgenommen, Mack einen Monat später. Sie kam schließlich auf Kaution frei und stand seitdem in Kalifornien unter Hausarrest. Raniere wurde 2020 zu 120 Jahren Gefängnis und einer Strafzahlung von 1,75 Millionen US-Dollar (etwa 1,48 Millionen Euro) verurteilt.

(amw/spot)