Sirhan Sirhan, der Mann, der im Jahr 1968 US-Politiker Robert F. Kennedy ermordete, könnte nach 53 Jahren im Gefängnis bald freigelassen werden. Wie US-Medien berichten, darunter der Sender CNN, hatte er mit seinem 16. Gnadengesuch nun Erfolg. Auch, weil sich mit Douglas Kennedy und Robert Kennedy Jr. ausgerechnet die zwei Söhne von Robert F. Kennedy dafür eingesetzt hatten.

Beide hätten dem heute 77-Jährigen inzwischen verziehen und seien von seiner Wandlung beeindruckt. Andere Mitglieder der Kennedy-Familie sollen sich derweil per Brief gegen eine Freilassung ausgesprochen haben, heißt es weiter. Trotz der Entscheidung der zuständigen Kommission, die Bewährung zu genehmigen, ist noch nicht gesichert, dass Sirhan Sirhan tatsächlich auf freien Fuß kommt. Noch könne laut CNN der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom (53), die Entscheidung rückgängig machen.

Ermordet am Tag seines größten Triumphs

Am 5. Juni 1968 feierte Robert F. Kennedy, der Bruder des fünf Jahre zuvor ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, den größten Erfolg seiner Karriere als Politiker. Doch unmittelbar, nachdem er die Präsidentschaftsvorwahlen der Demokratischen Partei in Kalifornien für sich entschieden hatte, schoss der damals 24-jährige Palästinenser auf ihn, Kennedy wurde von drei Kugeln getroffen. Einen Tag nach dem Attentat erlag er seinen Verletzungen. Sirhan Sirhan wurde zunächst zum Tode verurteilt, später wurde das Strafmaß auf eine lebenslange Gefängnisstrafe heruntergesetzt.

(stk/spot)