Serj Tankian, Frontmann von System of a Down, hatte im vergangenen Jahr schwer mit typischen Corona-Symptomen zu kämpfen und musste sogar ins Krankenhaus. Getestet wurde er jedoch nie.

Serj Tankian (53), Frontmann der Crossover-Metalband System of a Down („Chop Suey!“) hat die Corona-Pandemie schwer getroffen. Der Sänger hat zum einen im Frühjahr 2020 seinen Onkel nach einer Covid-19-Erkrankung verloren. Zum anderen litt er selbst an typischen Symptomen, die auf eine Corona-Erkrankung hindeuteten. „Ich habe zwar meinen Geruchs- und Geschmackssinn nicht verloren, aber ich hatte lange extrem hohes Fieber, Gelenkschmerzen und Schwellungen“, erklärt er im Interview mit „ntv.de“.

Zwischen Januar und Februar 2020 habe er sich „tatsächlich so krank wie noch nie in meinem Leben gefühlt. Ich war deshalb auch im Krankenhaus. Aber es wurde damals kein Test auf Covid-19 durchgeführt. Deshalb weiß ich nicht, ob ich wirklich infiziert war“, erzählt der Musiker. Nachdem er sich davon erholt habe, seien plötzlich schreckliche Rückenschmerzen bei ihm aufgetreten.

Er wurde bereits gegen Corona geimpft

Vor drei Monaten habe er schließlich einen schlimmen Bandscheibenvorfall erlitten. „Deswegen bin ich gerade erst operiert worden. Das ganze letzte Jahr war in vielerlei Hinsicht die Hölle für mich“, sagt Tankian. Er sei mittlerweile gegen das Coronavirus geimpft und hoffe, dass das alles nun hinter ihm liege. „Ich will einfach nur wieder gesund sein – und das komplette letzte Jahr vergessen.“

Tankians neue EP „Elasticity“ erschien am 19. März. Sie umfasst fünf Tracks, die ursprünglich für ein neues Album für System of a Down bestimmt waren. „Ich habe meinen Bandkollegen diese Songs auch vorgespielt. An einigen haben sie mitgearbeitet. Aber wir haben einfach keinen gemeinsamen Nenner gefunden, um mit einem kompletten neuen Album kreativ voranzugehen“, erklärt der Frontmann im „ntv.de“-Interview seinen musikalischen Alleingang.

(jom/spot)