Viola Davis, Taraji P.Henson oder Halle Berry –auch in Hollywood ist die Kritik über fehlende Diversität in der Filmbranche scheinbar angekommen. Doch: Im Vergleich zu weißen Frauen sind schwarze Schauspielerinnen immer noch weit in der Unterzahl. Die Studie von „Women and Hollywood“ aus dem Jahr 2018 fand heraus, dass von den 100 erfolgreichsten Filmen nur 2,5 Prozent der Rollen mit Redeanteil mit Schwarzen Frauen besetzt wurden.

Fehldarstellung und rassistische Stereotype

Doch Schwarze Schauspielerinnen haben nicht nur damit zu kämpfen, dass sie keine wichtigen Rollen bekommen, sondern wie sie in Filmen dargestellt werden. So spielen sie in Filmen, Serien oder Musikvideos meistens Figuren, die nicht nur arrogant und unangenehm rüberkommen, sondern auch herrisch und aggressiv. 

Schwarze Frau im Auto sauer
Immer noch werden Schwarze Frauen in Filmen als aggressiv und herrisch dargestellt. Credit: IMAGO/ Westend61

Eine Studie aus dem Jahr 2013 auf der Plattform „Essence“ bestärkt diesen Verdacht. So fand man heraus, dass die Wahrscheinlichkeit von einer negativen Darstellung einer Schwarzen Frau zweimal höher ist als eine positive.

Warum spielen so wenige schwarze Frauen die Hauptrolle?

Gerade in Hollywood ist man der Meinung, dass sich Schwarze in Übersee nicht verkaufen, es sei denn sie heißen Denzel Washington oder Will Smith, so der Filmproduzent Gavin Palone. 

Für Schwarze Frauen ist der Weg zur Kinoleinwand und zur Hauptrolle fast unmöglich. Weißen Zuschauer:innen fehlt die nötige Empathie, um sich mit einem Schwarzen Filmcharakter zu identifizieren. Wird diese dann auch noch unsympathisch und arrogant dargestellt, hat der Film keine Chance auf Erfolg.

Fazit: Zeit für Veränderung

Das Problem von Schwarzen Frauen ist nicht nur die Inklusion in Filmen, sondern auch die erhebliche Fehldarstellung. Schwarze Frauen dürfen nicht mehr als ein gewisser Typ porträtiert werden, nur so haben Schwarze Schauspielerinnen die Chance, Rollen zu spielen, die sie auch verdienen.