Der am vergangenen Wochenende im Alter von 90 Jahren verstorbene Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu (1931-2021) hat mit seinen Taten die Herzen unzähliger Menschen berührt. In den sozialen Medien drücken auch prominente Weggefährten ihr Bedauern über den Tod der südafrikanischen Anti-Apartheits-Ikone aus.

Trauer bei den Royals

Über den offiziellen Instagram-Account der britischen Königsfamilie wurde ein Statement von Königin Elizabeth II. (95) geteilt. Darin heißt es: „Wie die gesamte Königsfamilie stimmt mich die Nachricht über den Tod von Erzbischof Desmond Tutu traurig. Er war ein Mann, der unermüdlich für die Menschenrechte in Südafrika und rund um den Globus gekämpft hat.“ Die Queen erinnere sich „mit Freude“ an ihre „Treffen mit ihm sowie an seine großartige Wärme und seinen Humor zurück“.

Seiner Großmutter gleich tat es Prinz Harry (37). Gemeinsam mit seiner Frau, Herzogin Meghan (40), veröffentlichte er eine Pressemitteilung zum Ableben von Tutu. Daraus zitieren diverse Medien: „Erzbischof Tutu wird für seinen Optimismus, seine moralische Deutlichkeit und seinem freudvollen Geist in Erinnerung bleiben.“

Auch das persönliche Treffen im Jahr 2019 erwähnen Harry und Meghan in ihrem Abschiedstext: „Es ist nur zwei Jahre her, dass er unseren Sohn Archie in seinen Händen hielt, als wir in Südafrika waren.“ Damals habe er alle mit seinem „ansteckenden Lachen“ verzaubert. Von dem Treffen hatten die Sussexes im September 2019 ein Foto auf ihrem Instagram-Account gepostet.

Auch die ehemalige südafrikanische Schwimmerin und heutige Fürstin Charlène von Monaco (43) nahm in den sozialen Netzwerken Abschied von ihrem „lieben Freund“. Sie werde Tutu und sein Lachen auf ewig in ihrem Herzen tragen, schrieb sie zu zwei gemeinsamen Bildern.

„Mentor, Freund und moralischer Kompass“

Zu den weiteren Personen des öffentlichen Lebens, die um Tutu trauern, zählt der ehemalige US-Präsident Barack Obama (60). Er postete ein Foto, auf dem die zwei Männer sich eine herzliche Umarmung geben. Dazu schreibt er: „Erzbischof Desmond Tutu war ein Mentor, ein Freund und ein moralischer Kompass für mich und so viele andere […] Er hat nie seinen schelmischen Sinn für Humor oder seine Bereitschaft, das Menschliche in seinen Widersachern zu sehen, verloren. Michelle und ich werden ihn schmerzlich vermissen.“

Im Jahr 2009 hatte Obama als amtierender Präsident der USA Tutu mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um die höchste Würde, die einem Zivilisten in den Vereinigten Staaten zuteilwerden kann.

Auch die gebürtige Südafrikanerin und Oscarpreisträgerin Charlize Theron (46) bezeichnete Tutu als „moralischen Kompass“. Zudem schrieb sie: „Mein Herz bricht, während ich mich der Welt in der Trauer um einen wahren Helden anschließe.“

Lebenslanger Kampf gegen Ungerechtigkeit

Tutu hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt über die sozialen Ungerechtigkeiten in Kenntnis zu setzen, die der schwarzen Bevölkerung Südafrikas durch eine weiße Minderheit widerfahren sind. Gleichzeitig setzte er sich für eine Versöhnung zwischen den Bevölkerungsgruppen durch einen gewaltlosen Wandel ein. 1984 wurde er für seinen Einsatz mit dem Friedensnobelpreis geehrt, zwei Jahre später zum Erzbischof von Kapstadt ernannt.

Ab 1995 wurde er zudem Vorsitzender der südafrikanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission. Auch für die Rechte von Homosexuellen in Südafrika kämpfte Tutu und unterstützte etwa die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare.

(stk/spot)