Comedian Luke Mockridge (32) hat in einem Video, das er am Samstagabend (21. August) auf Instagram postete, öffentlich Stellung bezogen zu dem laut ihm inzwischen juristisch widerlegten Vorwurf der „versuchten Vergewaltigung“ seiner Ex-Freundin. Außerdem erzählt Mockridge, wie die Welle des Hasses ihn überrollte, und gibt bekannt, dass er bis Ende des Jahres beruflich pausieren wird.

„Ich möchte mich im Stillen sammeln, ich möchte wieder zu mir finden und möchte mich wieder gut finden, um dann irgendwann mal wieder so auf der Bühne zu stehen, wie ihr das von mir kennt. Und deswegen gibt es für dieses Jahr keine Shows. Wir sehen uns im nächsten Jahr“, so der mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnete Künstler.

Vom Hass überrollt

Zu Beginn des acht Minuten langen Statements erzählt er von den „furchtbaren Dingen“, die man „seit ein paar Monaten“ über ihn lesen könne. „Da gibt es Menschen, die versuchen einen Menschen aus mir zu machen, der ich nicht bin. Ich werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert sind. Mir werden Sachen vorgeworfen, die ich einfach nicht gemacht habe, die nicht stimmen“, sagt Mockridge.

Er räumt ein, dass er sich wahrscheinlich früher hätte äußern und anders verhalten müssen, aber dass es nicht gegangen sei. „Ich konnte diese Welle des Hasses gar nicht einordnen. Ich kenne das nicht. Ich bin Comedian, ich stehe für fröhliche Sachen, für eine gute Zeit und nicht für diesen Hass, den das Internet in der Lage ist, hervorzubringen“, erklärt er weiter.

Mockridge spricht von Angst und Wut, „weil man das nicht ertragen kann, wie ungerecht es ist, was da passiert. Man möchte allen die Wahrheit ins Gesicht brüllen, macht es aber natürlich nicht“, beschreibt er seine Gefühle in dieser Zeit.

Die fatale gemeinsame Nacht

Dann fasst Luke Mockridge die Geschehnisse, die zu dieser Hasswelle geführt hatten, aus seiner Sicht und mit seinen Worten zusammen: „Ich habe vor drei Jahren meine damalige Beziehung beendet. Wir hatten eine ziemlich emotionale Trennung und es war für uns beide schwer, loszulassen von dieser Beziehung. Ich weiß es von mir, weil ich es selber erlebt hab. Von ihr weiß ich es, weil sie sich noch Monate mit Kollegen getroffen und mit meinen Brüdern telefoniert hat und mir das auch immer so über Bande zugetragen wurde“, beschreibt er die Situation kurz vor dem anwaltlichen Schreiben, dass die Lawine ins Rollen brachte.

„Umso überraschender war es dann, als ich Monate danach, wirklich wie aus dem Nichts eine Anzeige bei mir im Briefkasten hatte von ihren Anwälten und von ihr, in der es darum ging, dass es eine Nacht innerhalb unserer Beziehung gegeben haben soll, wo ich Sex wollte, aber sie nicht, wo es dann auch nicht zum Sex kam, aber es sich für sie rückwirkend nach all diesen Monaten angefühlt haben soll wie eine versuchte Vergewaltigung“, so Mockridge.

„Das war unfassbar, sowas zu lesen, weil es sich einfach nicht deckt, mit dem, was wir zu der Zeit erlebt haben. […] Innerhalb dieser Zeit, kurz vor der Trennung war vielleicht nicht alles gut, aber weit weg von dem, was sie da beschreibt“, sagt er.

Die Vorwürfe seien staatsanwaltlich geprüft worden mit dem Ergebnis, „dass hier einfach kein Tatverdacht vorliegt“, fasst der Spross einer Künstlerfamilie zusammen und ergänzt: „Dieses Verfahren ist seit über einem Jahr rechtskräftig beendet.“ Das, was ihm vorgeworfen werde, sei nicht passiert. „Das habe ich nicht gemacht“, wiederholt Mockridge noch einmal.

Promi-Reaktionen

Viele Promis hinterließen einen Kommentar unter Mockridges Post: Comedian Oliver Pocher (43) und The-Boss-Hoss-Sänger Alec Völkel (49) posteten je ein rotes Herz.

Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld (41) schrieb: „Ich fühl mit dir, auch wenn ich davon nichts mitbekommen hab. Hört eher auf die, die still sind als auf die, die sich laut kundtun. Das allein zeigt den, der wahrhaftig ist!!!! Halte durch, lieber Luke Mockridge.“

Und Sänger Pietro Lombardi (29) kommentierte: „Ich kenne dich mittlerweile seit vielen Jahren und ich glaube dir jedes Wort mein Bruder wenn was ist bin da Bro meine Nummer hast du.“

(ili/spot)