Gloria-Sophie Burkandt, Tochter von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU), hat im Interview mit der „Bild am Sonntag“ offenbart, dass sie in der Vergangenheit mit Ausgrenzung und Mobbing zu kämpfen hatte. „Bei mir fing es im Kindergarten an, zog sich durch meine komplette Schulzeit. Die Kinder riefen ‚Riesenbaby!‘ hinter mir her, machten sich über mich lustig, weil ich vom Wesen und Verhalten her anders war als sie“, erzählt sie der Zeitung.

Da sie wild und laut und dazu groß, pummelig und viel zu lieb gewesen sei, sei sie die „perfekte Angriffsfläche“ für andere Kinder gewesen. „Ich wollte halt dazugehören, deshalb ließ ich mir wehrlos alles gefallen.“ Zeitweise sei es so schlimm gewesen, „dass ich geschlagen und getreten wurde, von Jungs und Mädchen. Ich kaufte mir Fußball-Schienbeinschoner, die ich unter der Jeans trug, damit es nicht so wehtat“, erzählt Burkandt.

Auch die eher links gerichteten Lehrer hätten sie spüren lassen, „was sie von Papas Politik hielten – nicht viel“. Trotzdem sei sie gern zur Schule gegangen und habe ihren Eltern nichts davon erzählt. „Ich wollte sie nicht belasten, habe vor ihnen auch nie geweint.“

Gloria-Sophie Burkandt: „Ich lasse mich nicht beirren“

Als Kind sei zudem bei ihr ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) festgestellt worden. „Ich hatte einen IQ von 135, gleichzeitig konnte ich nicht still sitzen und lernen, weshalb ich schlechte Noten hatte“, erzählt das Model. Ihre Eltern hätten sie jedoch nicht „mit Tabletten vollgestopft“, wofür sie ihnen bis heute dankbar sei. Sie bekam es auch ohne Mittel in den Griff und verfolgt heute neben dem Model-Dasein ihre Karriere mit Master-Wirtschaftsstudium und möglicher Promotion. Die 1,85 Meter große Burkandt betont: „Nur durch die Verletzungen meiner Kinderseele wurde ich zu der Frau, die ich heute bin. Ich lasse mich nicht beirren, verfolge konsequent meine Ziele und bin stolz darauf, so groß zu sein.“

(jom/spot)