Ashley Morgan Smithline (36) hat in einem Interview mit „People“ darüber gesprochen, wie ihr der Kontakt zu anderen mutmaßlichen Opfern von Marilyn Manson (52) – darunter die Schauspielerinnen Esmé Bianco (38) und Evan Rachel Wood (33) – geholfen hat. „Es war wie eine Schwesternschaft“, wird Smithline zitiert. „Es war wirklich kathartisch und gut für uns alle. Es hat die Dinge viel einfacher gemacht.“

Sechs der Frauen, die Missbrauchsvorwürfe erhoben haben, haben sich demnach im September 2020 mehr als sechs Stunden lang getroffen und ihre Geschichten miteinander geteilt. „Es war, als wäre ich in einem Raum mit lauter Frauen wie mir“, so Smithline. Demnach hätten die Frauen auch herausgefunden, dass Manson bei jedem seiner mutmaßlichen Opfer „ein sehr spezielles Muster“ an verfolgt hätte. „Unsere Geschichten sind alle identisch. Es ist widerlich. Wenn man ein missbräuchlicher Psychopath ist, sollte man zumindest originell sein, was er in keiner Weise war.“ Mit den anderen Frauen zusammen zu sein, hätte ihre Schuld- und Schamgefühle gemindert, erklärt Smithline.

Mit Evan Rachel Wood fing es an

Den Stein ins Rollen gebracht hatte im Februar dieses Jahres „Westworld“-Schauspielerin Evan Rachel Wood, die mehrere Jahre mit Manson liiert gewesen war. Wood hatte auf Instagram erklärt, dass Manson sie „jahrelang schrecklich missbraucht“ habe. Sie sei „einer Gehirnwäsche unterzogen und durch Manipulation zur Unterwerfung gebracht“ worden.

Ende April war bekannt geworden, dass die britische Schauspielerin Esmé Bianco Klage gegen den Musiker eingereicht hat. Bianco, die unter anderem durch ihre Rolle in „Game of Thrones“ bekannt wurde, behauptet in den Gerichtsunterlagen, dass Manson sie mehrfach zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe. Sie wirft ihm zudem vor, sie unter Drogen gesetzt und bedroht zu haben.

Manson weist alle Vorwürfe von sich. In einem Statement teilte er mit: „Offensichtlich waren mein Leben und meine Kunst lange Zeit Magneten für Kontroversen, aber diese jüngsten Behauptungen über mich sind schreckliche Verzerrungen der Realität.“ Sein Musiklabel und sein Manager hatten später die Zusammenarbeit mit Manson beendet.

(mia/spot)