Kokosmilch ist längst kein Trendprodukt mehr: Mittlerweile wird sie zum Backen, zum Kochen, in Currys oder Süßigkeiten verwendet. Doch die Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) warnt nun vor der Kokosmilch von bestimmten Herstellern. Der Grund dafür: Laut der Tierschützer sollen auf einigen thailändischen Kokosnuss-Plantagen Affen eingesetzt werden, um Kokosnüsse zu pflücken. 

Die Tiere, so die Tierschützer, werden unter grausamen Bedingungen gehalten.

Warum warnt PETA vor Kokosmilch?

Laut der Tieschutzorganisation PETA werden wilde Affen eingefangen, die die Kokosnüsse ernten müssen. Die Affen werden des Bericht nach darauf trainiert, so viele Kokosnüsse wie möglich zu ernten. Pro Tag sollen die Affen bis zu 1.000 Kokosnüsse ernten. 

Die Früchte sollen nicht nur für die Weiterverarbeitung von Kokosmilch, sondern auch von Kokoswasser und Kokosmilch verwendet werden. Laut PETA werden die Affen vor und nach der Ernte mit Metallhalsbändern angekettet und isoliert in engen Käfigen gehalten.

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Peta zeigt: Affen werden für die Herstellung von Kokosmilch eingesetzt.

Affen, die sich wehren, werden die Reißzähne ausgerissen. Demnach sollen die Tiere ihren Verstand verlieren und sich selbst verletzen.

Um welche Kokosmilch-Produkte handelt es sich?

Es soll sich bei den Produkten vor allem um die thailändische Marke Aroy-D und Chaokah handeln. Diese Produkte werden weltweit verkauft. Auch bei uns in Deutschland. Allerdings haben mittlerweile die ersten britischen Supermärkte reagiert und entsprechende Kokosmilch-Produkte aus den Regalen genommen. Das berichtet der Sender BBC.

PETA weist daraufhin, dass in anderen Ländern wie beispielsweise Brasilien, Kolumbien oder Hawaii andere Methoden für die Kokosnuss-Ernte eingesetzt werden. Dazu gehören etwa hydraulische Traktoraufzüge oder Leitern.

PETA äußert Kritik & wird selbst kritisiert

In den sozialen Netzwerken reagieren die User sehr unterschiedlich auf die Meldung. Einige weisen darauf hin, dass die Methodik schon seit Jahren bekannt ist. 

Andere hingegen stellen die Glaubwürdigkeit der Tierschutzorganisation PETA in Frage, die bereits mit früheren Aktionen provoziert hat und in heftiger Kritik steht. So hat PETA beispielsweise einen Fotografen verklagt, der ein Selfie eines Affen veröffentlicht hat. Es ging dabei um die Urheberrechte.

Aber viele Nutzer zeigen sich auch wirklich betroffen und rufen zum Boykott der Produkte auf.

Der thailändische Handelsminister Jurin Laksanawisit wies die Vorwürfe zurück. Er kündigte an, ein Treffen mit Vertretern der Branche zu organisiseren, zudem auch ausländische Diplomaten eingeladen werden.

Fazit: Lass die Finger von der Kokosmilch

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte keine Kokosmilch von Aroy-D und Chaokah kaufen, sondern auf die Produkte von anderen Firmen aus Ländern wie Brasilien setzen.

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