Die Corona-Neuinfektionen sind immer noch hoch und seit heute gelten die verschärften Regeln. Inmitten dieses Chaos fordern die Politiker Friedrich Merz und Boris Palmer ein Ende des Lockdowns.

Wieso das? wmn fässt die Kritik am Lockdwon kurz und knapp zusammen.

Kritik am Lockdown & Forderung nach Ende

„Für viele kleine Firmen ist der Punkt jetzt schon erreicht, wo es nicht weitergeht. Mir machen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen Sorgen. Die müssen möglichst schnell raus aus dem Lockdown, möglichst schnell zurück zu normalem Wirtschaften mit Hygienekonzept“, erklärt der CDU-Politiker Friedrich Merz der Bild-Zeitung.

Weiter betont er, dass die Isolation im Lockdown sehr schwer für viele Menschen sei: „Das ist für eine offene Gesellschaft nicht lange zu verkraften. Vielen Menschen fällt jetzt schon zu Hause die Decke auf den Kopf. Sie wollen raus. Es ist für alle psychologisch eine schwierige Situation. Vor allem die Bildungs- und Entwicklungsrückstände bei unseren Kindern werden immer schwerer aufzuholen.“

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Und auch der Grünen-Politiker Boris Palmer fordert in der Bild-Zeitung ein Ende des Lockdowns: „Es reicht jetzt. Anfang Februar müssen wir kontrolliert wieder aufmachen“. Die Schäden für die Wirtschaft und die Gesellschaft, so Palmer, steigen exponentiell. Seine Warnung: „Der Innenstadthandel ist schon auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch.“

Lockdown-Ende? So ist das Stimmungsbild momentan

Schon seit längerem wird die Kritik an mangelnden Alternativen zum Lockdown laut. So wird etwa die Fokussierung auf die Sieben-Tage-Izidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern kritisiert. Und dass anderen Parametern nicht so viel Bedeutung zugemessen wird. Mediziner wie etwa Matthias Schrappe fordern zudem, die Risikogruppen besser zu schützen und in den Alten- und Pflegeheimen mehr Tests durchzuführen.

Und dennoch sprechen sich die meisten Politiker gegen eine Lockerung der Corona-Regeln aus.Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass Virus jetzt erst anfängt, richtig Fahrt aufzunehmen. Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt“, warnt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Und weiter: „Es ist kein Platz mehr für Lockerungen und die Debatte von der Lockerung zur Lockerung.“

Neben dem SPD-Mediziner Karl Lauterbach ist auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine Aufhebung des Lockdowns: „Wenn man zu früh lockert, läuft man Gefahr, dass es danach wieder steil nach oben geht. Wir brauchen Geduld und Umsicht.“ 

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