Der Lockdown light hat nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Die Corona-Infektionszahlen steigen. Die Zahl der Todesfälle in 24 Stunden hat ihren Höchststand erreicht. Und angesichts der anstehenden Feiertage wächst die Sorge, dass große Familientreffen die Infektionszahlein noch einmal in die Höhe treiben könnten. Deshalb richtet sich Gesundheitsminister Jens Spahn mit einem deutlichen Appell an die Bürger.

Jens Spahn spricht über die Feiertage

Nicht immer wohnen alle Familienmitglieder in derselben Stadt. Um das Weihnachtsfest dennoch gemeinsam mit den anderen Verwandten zu verbringen, ist es für viele üblich, über die Feiertage zur Familie zu reisen. Doch genau davor warnt nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. 

Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte er: „Den Ort der Familienfeier in das Bundesland mit den großzügigsten Regeln zu legen, fände ich nicht richtig. Denn auch innerhalb der Familien kann Covid-19 ganz schnell gefährlich werden.“ Auch er selbst wird sich dieses Jahr einschränken: „Ich werde Weihnachten zum ersten Mal, seitdem ich denken kann, nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen. Das ist sehr schade. Aber es hilft, das Virus in Schach zu halten.“

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Wie geht es jetzt weiter?

Derzeit sind vor allem die Corona-Maßnahmen an Weihnachten und Silvester im Gespräch. Obwohl ursprünglich Lockerungen geplant waren, wird es nun vielerorts eher Verschärfungen der Regeln geben.

Doch auch nach dem Fest könnten die Corona-Zügel angezogen werden. Politiker plädieren dafür, die Zeit nach Weihnachten zu nutzen, um das öffentliche Leben herunterzufahren und so die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Auch Spahn erklärte, dass die Zeit zwischen Weihnachten und Januar zu seinen ruhigsten gehört und geeignet dafür wäre, um Kontakte zu reduzieren. Der Deutsche Städtetag hält diesen Zeitpunkt für ideal, weil Schulen und Kitas dann dicht sind und viele Menschen Urlaub hätten.

Unterstützung kommt auch von der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina, die dafür plädiert, die Schulpflicht ab dem 14. Dezember aufzuheben und vom 24. Dezember bis zum 10. Januar eine einen „harten Lockdown“ zu machen.

An dem Papier der Lopoldina hat auch der Virologe Christian Drosten mitgewirkt. Mehr zu seiner Stellungnahme liest du hier.