Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat tausende Beschwerden gegen den Moderator Piers Morgan (56) zurückgewiesen. Zahlreiche Zuschauer und angeblich auch Herzogin Meghan (40) hatten sich bei dem Sender ITV und der Medienaufsicht beschwert, nachdem Morgan sich abfällig geäußert hatte.

Laut der Behörde seien mehr als 50.000 Beschwerden eingegangen – viele davon über einen Kommentar Morgans zu Meghans psychischer Gesundheit. Die nun veröffentlichte Entscheidung sei wohlbedacht. Die Kommentare Morgans seien „potenziell schädlich und beleidigend“ gewesen. Man habe aber auch „die Meinungsfreiheit in vollem Umfang“ berücksichtigt. Es sei Sendern erlaubt, „kontroverse Meinungen“ auszustrahlen, solange diese „Teil einer legitimen Debatte im öffentlichen Interesse“ seien.

Zudem hätten weitere Personen in der Show „wichtigen Kontext“ für die Zuschauer hergestellt. Gleichzeitig habe man ITV dazu aufgefordert, künftig größere Sorgfalt walten zu lassen, wenn es um Themen wie geistige Gesundheit gehe.

Was war passiert?

Nach dem aufsehenerregenden Interview von Meghan und Prinz Harry (36) mit Oprah Winfrey (67), wurden die Aussagen der beiden im März auch bei „Good Morning Britain“ thematisiert. Die Herzogin hatte in dem Gespräch mit der US-Moderatorin unter anderem erklärt, dass sie während ihrer Zeit in London psychische Probleme und Suizidgedanken gehabt habe. Morgan erklärte im TV, dass er Meghan „kein Wort“ glaube.

Laut eines Berichts des „Guardian“ wollte der Sender offenbar, dass sich Morgan in einer weiteren Sendung für seine Äußerungen entschuldige. Nach einer Diskussion verließ der Moderator die Show. Wenig später veröffentlichte der Sender ein Statement, dass Morgan sich dazu entschieden habe, die Sendung ganz zu verlassen.

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

(wue/spot)