Hardy Krüger jr. (53) spricht offen über seine frühere Alkoholsucht. Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ erinnert sich der Schauspieler an den plötzlichen Kindstod (2011) seines Sohnes Paul-Luca zurück. Durch maßlosen Alkoholkonsum habe er damals versucht, die Trauer zu bekämpfen. Im November 2013 landete er deshalb auf der Intensivstation – Krüger drohte ein multiples Organversagen. „Ich war einen Moment lang tot, wurde mit einem Defibrillator zurückgeholt“, offenbart er.

Über 25 Jahre hinweg habe er seinem Körper „viel zugemutet“ – der Schauspieler griff häufig ins Weinregal: „Es waren schon mal sieben Flaschen am Tag. Ich musste ja meinen Pegel halten. Alkohol hat mich ruhig gemacht, um konzentriert 16 Stunden vor der Kamera zu stehen.“ Eine Kollegin habe ihn 2012 gemahnt: „Wenn du so weitermachst, stirbst du.“

Hardy Krüger jr.: „Wir sind alles, aber nicht perfekt“

Nach einem Entzug und dank der Behandlung durch professionelle Ärzte gehe es ihm heute wieder gut. Dennoch ist der 53-Jährige vorsichtig: „Ein Alkohol-Rückfall könnte für mich tödlich sein. Meine Organe würden vielleicht nicht mehr mitmachen.“ In seinem neuen Buch „Wendepunkte: Wie ich Kraft aus der Veränderung geschöpft habe“ möchte er anderen Betroffenen Zuversicht spenden. „Ich hoffe, dass Menschen lernen, über ihr Alkoholproblem zu reden, dass es okay ist, wenn man mal Schwäche zeigt. Wir sind alles, aber nicht perfekt“, sagt der „Forsthaus Falkenau“-Darsteller.

(aha/spot)