In rasanter Geschwindigkeit breitet sich eine Mutante des Coronavirus in Großbritannien aus. Mit verheerenden Folgen. In England gilt seit dieser Woche wieder ein harter Lockdown.und in den Krankenhäusern herrscht Chaos. Die Betten sind voll, das Personal ist überarbeitet, steht kurz vor einem Burnout und dringende Eingriffe wie Operationen werden seit Monaten abgesagt, während die Infektionszahlen beim medizinischen Personal steigen.

Großbritanniens Gesundheitssystem steckt in einer Krise. 

Großbritanniens Gesundheitssystem: Die Sorgen sind groß

Die Insel verzeichnet weiterhin Höchstwerte bei Corona-Infizierten und Toten. Und insbesondere in Krisenzeiten wie diesen wäre es wichtig, dass ÄrztInnen, Pflegekräfte und Gesundheitspersonal fit und gesund bleiben. Doch laut britischem Ärztebund (British Medical Association) sind in Großbritannien ungefähr 46.000 ÄrztInnen, Pflegepersonal und andere Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes an COVID-19 erkrankt.

Und das bedeutet, dass das medizinische Personal in all den Kliniken und Arztpraxen, also dort, wo es gerade dringend gebraucht wird, fehlt.

Es gibt viele Gerüchte über die mRNA-Impfstoffe. Im Video erfährst du, wie die Impfstoffe wirklich funktionieren.

„Die Ärzte sind verzweifelt, manche vergleichen ihr Arbeitsumfeld mit einem Kriegsgebiet“, erklärt Chaand Nagpaul, der Vorsitzende des britischen Ärztebundes. Und in einem Medienbericht erklärt eine leitende Schwester vom University College Hospital, wie dramatisch die Arbeitssituation ist: „Ich bin sehr besorgt, dass viele Schwestern und Pfleger daran zerbrechen“.

Impfen, impfen, impfen – oder etwa doch nicht?

Obwohl so viele Ärzte am Limit sind, müssen sie weiterarbeiten. Nicht nur, weil sie viele Patienten zu betreuen haben, sondern auch, weil sie möglichst viele Menschen gegen Corona impfen sollen. Bis Mitte Februar sollen 15 Millionen Menschen eine erste Impfung bekommen.

Damit dieses ehrgeizige Ziel aber erreicht werden kann, müssen die Ärzte gesund bleiben. Und um das zu schaffen, fordern die britischen Berufsverbände jetzt, dass alle Ärzte eine „schnellstmögliche Impfung“ bekommen.

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