Crossfit ist eine weltweite Fitnessbewegung, bei der Fitness, Gemeinschaft, Ernährung und Sportgeist miteinander verbunden werden. Das Workout gilt als das härteste der Welt und es gibt in über 57 Ländern 2700 Crossfit-Boxen, die das Training anbieten. Jedes Jahr finden die sogenannten Crossfit-Games statt, bei der Top-Athleten gegeneinander antreten. Nun aber steckt die Marke Crossfit in der Krise. Denn der Erfinder des funktionellen Fitnessprogramms hat mit einem Tweet provoziert. Dabei ging es um den verstorbenen Afroamerikaner George Floyd. 

Provozierender Tweet von Greg Glassman zu George Floyd

So hatte das Institute for Health Metrics and Evaluation die Themen Rassismus und Diskriminierung als Problem der öffentlichen Gesundheit eingestuft. Als Antwort darauf postete der Crossfit-Erfinder Greg Glassman: „It`s FLOYD-19“.

Überflüssiger Kommentar von Greg Glassmann.

Damit spielte Glassman nicht nur auf das Virus Covid-19, sondern auch auf den Tod des Afroamerikaners George Floyd an, der vor einigen Tagen durch Polizeigewalt gestorben ist. Und dessen Tod zu vielen Aufständen und antirassistischen Demonstrationen gesorgt hat. Und das auf der ganzen Welt.

Rassimus bei Crossfit

Glassmans Tweet zu George Floyds Tod bleibt nicht ohne Folgen. Zahlreiche User ärgerten sich über den Crossfit-Gründer. Top-Crossfit-Athleten wie etwa Tia Toomey haben seine Aktion kritisiert und sich von seiner Aussage distanziert.

Der Sportler Jason Khalipa hat die Kooperation mit Crossfit auf Eis gelegt und auch andere Sportler wie Noah Ohlsen wollen nicht an den berühmten Crossfit-Games teilnehmen. Außerdem haben zahlreiche Crossfit-Boxen angekündigt, sich von Crossfit zu lösen. 

George Floyd und Crossfit
Crossfit ist auf der ganzen Welt beleibt. Zahlreiche Sportler & Boxen ärgern sich nun über den Kommentar zu George Floyd(Photo: shutterstock/ Leszek Glasner)

Besonders hart dürfte Crossfit aber die Ansage des Sportartikelhersteller Rebooks treffen. Denn Reebok ist ein Sponsor der Firma: „Vor kurzem haben wir über eine Erneuerung der Partnerschaft nachgedacht. Angesichts der jüngsten Ereignisse haben wir jedoch die Entscheidung getroffen, unsere Vereinbarung mit dem Management von Crossfit zu beenden“, kündigte Reebok in Footwear News an.

Und auch der Sportgerätehersteller und Sponsor Rogue Fitness will über die weitere Zusammenarbeit mit Crossfit nachdenken.

Und jetzt? Steht der Sport nun vor dem Aus?

Nachdem Greg Glassman erst noch mit weiteren Aussagen provoziert hat, hat er sich nun auf Twitter entschuldigt

Es war ein Fehler. Keine rassistische Aussage, sondern ein Fehler.

– Greg Glassman

Er tritt laut eigenen Aussagen nun als CEO von Crossfit zurück. Ob das der Crossfit-Bewegung als Konsequenz ausreichen wird, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Noch ebbt der Sturm der Entrüstung auf Twitter nicht ab. Fest steht aber, dass der Absprung von Sponsor Reebok ein harter Schlag ist. 

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