Bei dem Lieferdienst Gorillas wurde gestern massiv gestreikt. In Berlin hatten sich vor dem Gorillas-Zentrum an der Greifswalder Straße einige Fahrer:innen versammelt. Sie streikten, da einer ihrer Kollegen am Tag zuvor gekündigt worden war. Doch leider vollkommen zurecht, wie wmn weiß.

Das Unternehmen feuerte den Fahrer Santiago. Dieser war am besagten Tag 45 Minuten zu spät am Arbeitseinsatzort erschienen. Obwohl Santiago Bescheid gegeben hatte, dass er sich verspäte und sich dafür entschuldigte, wurde er dennoch als Gorillas-Radkurier gefeuert.

Gorillas durfte Santiago fristlos rauswerfen

Ein Gorillas-Sprecher erklärte der BZ, dass die Kündigung erst nach mehrmaligen Fehlverhalten des Fahrers ausgesprochen worden sei. „In dieser Woche wurde nach Fällen groben Fehlverhaltens die Entscheidung getroffen, den Vertrag eines Mitarbeiters innerhalb seiner Probezeit zu kündigen.“

Damit ist das Unternehmen leider vollkommen im Recht. Zu spät kommen ist in Deutschland ein Grund für eine „ordentliche Kündigung“. Besonders dann, wenn im Arbeitsvertrag feste Arbeitszeiten niedergeschrieben wurden. Da der Fahrer noch in der Probezeit war, handelte es sich sogar um eine fristlose Kündigung.

Der Fahrer Santiago und die Protestierenden auf den Straßen Berlins sind sich aber sicher, dass der Gefeuerte nun nur noch sehr schwer an einen neuen Job kommt. Er habe nämlich einen anderen Job gekündigt, um bei Gorillas arbeiten zu können.

Wer ist Gorillas eigentlich?

Der Lieferdienst Gorillas ist seit dem Jahr 2020 der heiße Scheiß in Berlin und anderen Großstädten Deutschlands. Hier kann man Lebensmittel zu beinahe Supermarktpreisen bestellen, die direkt nach Hause geliefert werden. Das Unternehmen verspricht dabei, in spätestens 10 Minuten vor deiner Haustür zu stehen.