Seit die Nominierungen der diesjährigen Oscars am 15. März offiziell verkündet worden sind, steht fest, dass Glenn Close (73, „Die Frau des Nobelpreisträgers“) in einem elitären Club gelandet ist. Sie ist die überhaupt erst dritte Person der Filmgeschichte, die für dieselbe Rolle sowohl für einen Goldjungen als beste und für eine Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin nominiert wurde.

An ihrer Performance als kauzige Großmutter in Ron Howards (67) Netflix-Film „Hillbilly Elegy“ scheiden sich demnach massiv die Geister. Die einen sahen darin den Grund, Close für ihren nunmehr achten Oscar zu nominieren – bislang konnte sie noch kein einziges Mal gewinnen. Die Gegenseite will sie dafür hingegen lieber mit der Anti-Auszeichnung „ehren“.

Vor ihr war das erstmals 1982 und letztmals 1984 der Fall. James Coco (1930-1987) schrieb als erster Schauspieler für seine Rolle in „Only When I Laugh“ Geschichte, als er für ein und dieselbe Rolle eine Oscar- und Himbeer-Nominierung erhielt. Zwei Jahre später gelang auch Schauspielerin Amy Irving (67) mit „Yentl“ dieses Kunststück. Coco und Irving konnten am Ende aber keinen einzigen der Preise einheimsen. Vielleicht hat Close bei den „Razzies“ am 24. April und den Oscars am 25. April dann ja mehr Glück. Oder Pech, wie man’s nimmt.

(stk/spot)