Das Coronavirus hat die USA hart getroffen!

Das zeigen die Zahlen der Behörden. Denn bei rund 328 Millionen Einwohnern haben sich rund 4,7 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Laut der Johns Hopkins Universität in Baltimore sind fast 155.000 Menschen gestorben. Das sind mehr als in anderen Ländern.

Doch anstatt Mitgefühl zu zeigen oder auf Fehler und Versäumnisse aufmerksam zu machen, zeigt sich Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten von den Zahlen unbeeindruckt. 

Trump diskutiert über das Coronavirus 

In einem Interview mit Jonathan Swan, einem Reporter von Axios spricht Donald Trump über die aktuelle Situation und erklärt, dass die USA in der Pandemie in zahlreichen Kategorien niedrigere Werte hätten als Europa und der Rest der Welt. 

Als Beweis hält Donald Trump mehrere lose Seiten Papier in der Hand, die er erst selber unbeholfen durchblättert und dann seinem Interviewpartner vor die Nase hält. 

Swan verzieht daraufhin das Gesicht, schaut Trump ungläubig an. Eine Diskussion zwischen den beiden entfacht. So stellt Swan fest: „Sie sprechen von Toten in Proportion zur Anzahl der Infizierten, ich spreche von Toten in Proportion zur Bevölkerung – und da stehen die USA wirklich schlecht da.“ Auf genau diese Zahlen stützen sich auch zahlreiche Wissenschaftler, wenn sie die Länder miteinander vergleichen.

Donald Trump und seine Zettelwirtschaft.

Donald Trump aber sieht das anders und antwortet daraufhin: Das können Sie so nicht machen. Swan müsse die Infizierten-Fälle miteinbeziehen. Swan entgegnet dem Präsidenten, dass die Anzahl der Toten an der Gesamtbevölkerung gemessen werden müsse. 

Und dann wirft Trump ein neues Argument in den Raum. Nämlich, dass die Zahlen in den USA nur so hoch sind, weil dort so viel mehr getestet wird.

Der Blick des Reporters spricht Bände. Seine Worte ebenfalls: „Wenn die Anzahl an Personen in Krankenhäusern zurückgehen würde und die Todesrate, dann würde ich sagen ‚wunderbar‘, aber sie steigen. Tausende sterben. Ich spreche von Toten“ 

Trump bleibt jedoch bei seiner Meinung –  und das auch bis zum Schluss des Interviews.

Apropos Zahlen: Laut der Johns Hopkins Universität sind in den USA bislang 47,5 Menschen pro 100.000 Einwohnern an dem Coronavirus gestorben. In Deutschland sind es aktuell nur 11,04.

So reagieren die Menschen & Trumps Gegner Joe Biden auf das Interview

Das Interview ist in kürzester Zeit viral gegangen. Mehr als vierzig Millionen Menschen haben es sich schon angesehen. In dem Video sagt Trump zu den Todeszahlen unter anderem: „Es ist, wie es ist.“ Trumps Gegner und Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den Videoausschnitt bereits auf Instagram geteilt und schreibt dazu: „Tausende Amerikaner sterben jede Woche. Die Antwort des Präsidenten? Es ist was es ist.“

Und auch aud Twitter sorgt das Video für ordentlich Gesprächsstoff. Zahlreiche Nutzer erklären, dass Trump versuche, die Zahlen herunterzuspielen. Andere machen sich über den Gesichtsausdruck des Reporters lustig. 

Verwirrung über Trumps Unwissen ist derzeit an der Tagesordnung.

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