„Sie haben bei unserer Präsidentschaftswahl betrogen und manipuliert, aber wir werden noch gewinnen“, zeigte sich Donald Trump am Wochenende siegessicher bei einer Veranstaltung. Seit der US-Wahl im November poltert, wütet und twittert der Noch-Präsident der USA darüber, dass er das Opfer eines massiven Wahlbetrugs geworden sei.

Obwohl sein Konkurrent Joe Biden die Wahl offiziell gewonnen hat, gesteht Trump seine Niederlage nicht ein. Mittlerweile haben ihm Vertraute und Bekannte den Rücken gekehrt. Trotzdem gibt es noch genug Anhänger, die ihm nicht von der Seite weichen. Die daran glauben, dass er tatsächlich gewonnen hätte, wenn die Wahl nicht manipuliert worden wäre. Und an genau diese Menschen richteten sich Trump und sein Team in mehreren E-Mails und bitteten um Spenden, um den angeblichen Wahlbetrug aufdecken zu können – mit großem Erfolg, wie sich zeigt.

Donald Trump sammelt Spenden & es kommt ein schönes Sümmchen zusammen

Seine Anhänger haben an Organisationen wie Trump Victory und Save America gespendet. Letztere wurde Mitte November ins Leben gerufen und soll den Noch-Präsidenten bei seinen politischen Vorhaben unterstützen. Laut der Nachrichtenagentur dpa ist da einen Monat nach der Wahl auch ein ordentliches Sümmchen zusammengekommen. Nämlich mehr als 207,5 Millionen US-Dollar, also mehr als 170 Millionen Euro.

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Was viele Spender nicht wissen

Viel Geld, das da zusammen gekommen ist, um den Wahlbetrug aufzudecken. Doch laut der Washington Post müssen die Spenden gar nicht zwingend für diesen Zweck verwendet werden. So sollen nämlich drei Viertel der Gelder direkt an Save America und der Rest an die Republikanische Partei gehen. Ein Experte erklärte gegenüber der Zeitung, dass das allerdings nicht allen Spendern klar sei: „Der durchschnittliche Spender, der auf Trumps Spendenaufruf reagiert, um den Betrug zu stoppen, erkennt wahrscheinlich nicht, dass sein Geld eigentlich Trumps Schulden tilgt oder seine politische Organisation finanziert.“

Und auch die Presseagentur Associated Press urteilt, dass das Geld, das Trump offiziell sammelt, um die Wahlergebnisse anzufechten, auch für allerlei private Dinge ausgegeben werden könnte. So erklärt der Anwalt Adav Noti: „Sie könnten damit die Beratungsgebühren für Trumps Kinder bezahlen. Sie könnten andere Berater seiner Kinder damit entlohnen. Sie könnten Don Juniors Buch damit kaufen, was sie mit dem Kampagnen-Account nicht können. Sie können alles damit machen. Es gibt keine Begrenzungen der persönlichen Nutzung.“

Da Trump als hoch verschuldet gilt, hätte er zumindest viele Motive, das Geld privat zu nutzen. Um weitere Spenden zu sammeln, müsste er jedoch weiterhin an dem Vorwurf des Wahlbetrugs festhalten. Und seit Wochen tut er nichts anderes.

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