Der Abschied von Donald Trump rückt immer näher. Und damit werden auch die Pläne des scheidenden US-Präsidenten immer konkreter. Laut Medienberichten fordert Trump nämlich eine große Verabschiedung. Aber diese soll ihm nun verwehrt bleiben.

Donald Trump: Was er sich eigentlich gewünscht hat

So soll sich Donald Trump einen Abschied in militärischer Ehre inlusive Militärkapelle, rotem Teppich und 21 Salutschüssen wünschen. Das berichtet die Nachrichtenseite „Defense One“ und bezieht sich auf zwei hochrangige Verteidigungsbeamte aus dem Verteidigungsministerium. Doch dieser Abschied soll ihm nun verwehrt bleiben.

Spannend: Eigentlich ist der militärische Abschied eine Tradition, die mit Ronald Reagan im Jahr 1989 eingeführt wurde.

Wie hat es Donald Trump eigentlich zum Präsidenten geschafft? Die Antwort erfährst du im Video.

Donald Trump will eigentlich im Amt bleiben. Da das aber nicht geht, macht er wenigstens einen kleinen Wunsch möglich: Er will wenigstens nicht seinem Erzrivalen Biden Auge in Auge gegenüberstehen. Was manche feige nennen würden, ist für Trump einfach logisch.

Hinzu kommt aber auch, dass sich Trumps Anhänger sehr früh von ihm verabschieden müssen. Denn er will bereits vor der Vereidigung seines Nachfolgers Joe Biden mit der Präsidentenmaschine Air Force One in sein Resort Mar-a-Lago in Florida reisen. Das hat einen einfachen Hintergrund:  Wenn Trump später abgereist wäre, müsste er seinen Nachfolger erst noch um Erlaubnis fragen. Denn: Ab der Amtseinführung von Biden muss diesem die Air Force One zur Verfügung stehen.

So lange Trump aber noch amtierender Präsident ist, hat er weiterhin Zugriff zu dem Flugzeug Air Force One

Was bei Trumps Abschied anders ist

Trump will außerdem nicht an der Vereidigung seines Nachfolgers teilnehmen. Damit ist er der erste scheidende Präsident der USA seit 150 Jahren, der darauf verzichten will. Zuletzt war es kein Geringerer als Andrew Johnson im Jahr 1869, der nicht an der Vereidigung seines Nachfolgers teilnahm und der ebenfalls ein Amtsenthebungsverfahren durchlief. 

Damit bricht Donald Trump mit den politischen Gepflogenheiten. Denn das Erscheinen gilt nach den harten Wahlkämpfen als Zeichen der Versöhnung. Rechtliche Auswirkungen hat Trumps Verhalten jedoch nicht. Denn Joe Biden wird auch ohne Donald Trump zum neuen Präsidenten vereidigt.

Aber damit nicht genug. Auch die First Lady Melania Trump hat die künftige First Lady Jill Biden nicht zu einer Führung durch die Räume des Weißen Hauses eingeladen. Und damit eine weitere Tradition gebrochen.

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