Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und es war ereignisreich. Da wir täglich von all den schlimmen und tragischen Meldungen überhäuft werden, wollen wir die Höhepunkte des Jahresrückblicks 2019 feiern.

Frau protestiert für legale Abtreibungen
Menschen weltweit gehen auf die Straßen, wie hier in Nordirland für die Legalisierung von Abtreibung.

2019 Jahresrückblick: Ein gutes Jahr für Menschenrechte

Menschen weltweit sind mutiger geworden, um für ihre Rechte zu kämpfen und auf die Straßen zu gehen. Der Erfolg ist offensichtlich. Wir freuen uns auf die streikfreudige Generation und lassen die besten Momente im Jahresrückblick 2019 Revue passieren.

Gleichgeschlechtliche Ehe. Gleich mehrere Länder legalisierten endlich die Ehe für alle. In Irland, Taiwan, Österreich, Ecuador, Nordirland dürfen nun auch homosexuelle Paare heiraten. 

Frauenanteil im Kongress auf Rekord: Noch nie war der Kongress in Washington so weiblich und ethnisch durchmischt wie bisher. Kansas und New Mexico senden die ersten Native-American Frauen in den Kongress. Trotzdem dominieren Männ der in den USA im Kongress immer noch zu vier Fünfteln.

Schönheitswettbewerbe werden diverser. Ob man sie nun mag oder nicht, ist Geschmackssache. Aber erwähnenswert ist, dass es noch nie so viele women of colour auf den Siegertreppchen der USA gab. Gleich fünf halten den Titel zu Miss Universe, Miss Teen USA, Miss USA, Miss America und Miss World.

Die Grundrente kommt. Rentner sollen in Deutschland unterstützt werden mit einer Grundrente. Jeder, der mehr als 35 Jahre gearbeitet hat und weniger als 1250 € Rente bekommt, soll diese bekommen. Ein Hoffnungsschimmer für die Jugend, die schon jetzt nicht mit Rente rechnet?

4-Tage-Woche ist erfolgreich. Immer mehr Firmen testen die 4-Tage-Woche und können einen Erfolg verzeichnen. Microsoft testete diese in Japan und die Produktivität stieg über 40 %. Wir hoffen, deutsche Firmen nehmen sich den Giganten zum Vorbild.

Jüngste Premierministerin weltweit. Die Finnin Sanna Marin ist gerade einmal 34 Jahre alt und damit die jüngste Person auf dem Premierminister-Posten überhaupt.

Greta Thunberg auf einem Streik
Greta Thunberg unterstützt einen Klimastreik in New York.

2019 Jahresrückblick: Das Jahr der Klimastreiks

Man könnte meinen die vielen Umweltkatastrophen dieses Jahr sollen den Bemühungen zu mehr Klimaschutz endlich etwas Rückenwind geben. Bis heute kämpft Australien mit enormen Feuern und Dürre, Venedig stand unter Wasser, der Regenwald stand in Flammen, Hitzerekord in Deutschland und Hurricane Dorian hat die Bahamas heimgesucht. Doch viele gute Neuigkeiten geben uns Mut.

Der Regenwaldschutz in Peru. Peru hat erklärt, dass es ab 2021 keine Abholzung mehr für Palmölplantagen geben soll.

Streiken für das Klima. Immer mehr Leute werden aktiv und streiken mit Leitfigur Greta Thunberg für sofortiges Handeln, um die Klimakatastrophe zu vermeiden. Besonders Kinder und jugendliche Aktivisten beeindrucken mit ihren Taten, wie unsere weekly heroine Isra Hirsi, die den bisher größten Klimamarsch im September mit organisierte.

Schritt gegen den Fleischwahnsinn. Viele Länder, wie die UK oder auch Tokio haben Schritte eingeleitet um in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen oder Krankenhäusern den Fleischkonsum zu reduzieren. In New York gibt es zumindest den Meatless Monday.

Die Forschung schläft nicht. Es gibt unzählige tolle Erfindungen, um uns im Kampf gegen die Klimakatastrophe zu unterstützen. Zum Beispiel Drohnen, die als Bewaldungshelfer eingesetzt werden oder Sprudelsysteme, die Plastik von der Meeresoberfläche holen und bereits in Flüssen angewendet werden.

Der Grüne Deal. Am 11. Dezember stellte Ursula von der Leyen den Grünen Deal der EU vor. Bis 2050 will der gesamte Kontinent klimaneutral werden. Auch, wenn wir noch kritisch auf die Ankündigung schauen, ist sie doch ein Schritt in die richtige Richtung. Kurz zuvor hatte Europa den Klimanotstand ausgerufen.

Meeresschildkröten kommen zurück. Besonders Schildkröten sind von der zunehmenden Verschmutzung unserer Meere betroffen und gelten als stark gefährdet. 2019 hat sich ihre Population um 980% erhöht, allerdings nur dank dem Schutz der Eier durch Organisationen.

Verbot von Einmalplastik: Die EU verabschiedete ein Gesetz gegen die Plastikmüllverschmutzung. Wattestäbchen, Plastikgeschirr und Plastik-Strohhalme sind ab sofort verboten und dürfen nur noch aufgebraucht werden.

Tipp: Mehr Fakten zum Klimawandel gibt es hier.

Kampf gegen AIDS
Weltweit vereinen sich Orginsationen und Länder im Kampf gegen die tückischsten Krankheiten und Seuchen, wie hier in Nairobi Kenyas President Uhuru Kenyatta (M) und der Executive Direktoren des Global Funds (L) im Kampf gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria.

2019 Jahrerückblick: Kampf gegen Krankheiten

Immer mehr unheilbare Krankheiten werden dank neuester Forschung und Therapien heilbar und das oft vergleichsweise schnell. Schaut man zurück auf den Ausbruch von AIDS vor knapp 50 Jahren und die schwindende Sterblichkeitsrate von Patienten heute, bleibt doch noch ein Funke Hoffnung an die Menschheit.

Kindersterblichkeitsrate fällt. Im Vergleich zu 1990 ist die Sterblichkeitsrate von Kindern weltweit gesunken und zwar um 37 %, wie die Washington Post berichtete.

Impfung gegen Ebola. Ein neuer Impfstoff wurde von der WHO abgesegnet und ging 2019 endlich auf den Markt. 

Heilung gegen Mukoviszidose. Trikafta soll zukünftig nicht nur die Symptome, sondern die Ursachen der oft tödlichen Krankheit behandeln können. Ein Ärzte-Team stellte die neue Wirkstoffkombination im Oktober auf einer Fachmesse vor.

Algerien und Argentinien sind malariafrei. Die beiden Länder haben den Kampf gegen die von Mücken übertragene Krankheit gewonnen und sie komplett ausgerottet.

2019 zeigt einen Weg in ein tolles Jahr 2020

Gar keine Frage, 2019 ist auch Schlechtes passiert. Trotzdem bewegt sich etwas in der Welt, besonders was Gleichstellung, Menschenrechte, den Kampf gegen Krankheiten und Klimaschutz angeht. Uns freut, dass besonders junge Leute sich wieder politisch engagieren und auf die Straßen gehen für ihre Ideale. Es ist noch viel zu tun, also lasst uns 2002 noch besser machen.

Tipp: Den musikalischen Jahresrückblick 2019 bekommst du auf Spotify.