„Lass die Nahrung deine Medizin sein und die Medizin deine Nahrung“, wusste schon der griechische Arzt Hippokrates von Kos. Ernährung beeinflusst unsere Gesundheit wie kaum ein anderer Faktor. Sie kann einer der größten Feinde für die Gesundheit sein, aber auch das Gegenteil: vorbeugen und heilen. Das geht zum Beispiel mit der DASH-Diät. DASH steht für „Dietary Approaches to Stop Hypertension“, also Ernährungsstrategien gegen Bluthochdruck.

Herzschwäche, Schlaganfälle oder Herzinfarkte können Folgen von Bluthochdruck sein. Natürlich spielen unbeeinflussbare Faktoren wie Alter oder Geschlecht eine Rolle, doch mit der richtigen Ernährung lässt sich Bluthochdruck sehr gut behandeln und vorbeugen.

Was steckt hinter der DASH-Diät?

Einer der größten Verursacher von Bluthochdruck in unserer Ernährung ist Salz. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) verzichtet deshalb etwa seit mehr als 30 Jahren auf Salz. Darauf setzt auch die DASH-Diät. Doch so einfach ist das gar nicht: In Gebäck, Käse, Fertiggerichten und Tiefkühlprodukten sowie Fleischwaren steckt meist viel zu viel Salz. Nur rund 500 Milligramm Natrium braucht der menschliche Körper am Tag – schon eine Scheibe herkömmliches Brot enthält mehr als diese Menge.

Das kommt bei der DASH-Diät auf den Teller

Was darf man also essen? Bei der DASH-Diät kommt vor allem viel Vollkorngetreide, etwa Haferflocken oder Vollkornpasta, und Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen auf den Teller. Etwa sechs bis acht Portionen für einen Erwachsenen werden pro Tag empfohlen.

Dazu kommen etwa vier bis fünf Portionen Gemüse, Obst und Nüsse sowie zwei bis drei Portionen fettarme Milchprodukte oder pflanzliche Alternativen. Mageres Fleisch oder Fisch sollte auf ein bis zwei Portionen pro Woche reduziert werden. Würzen kann man etwa mit Kräutern oder salzlosen Gewürzen.

Der Geschmackssinn gewöhnt sich schnell an niedrigen Salzkonsum: Wer auf Salz verzichtet, wird bereits nach wenigen Wochen merken, dass das Essen versalzen schmeckt, wenn Salz testhalber wieder hinzugefügt wird. Die DASH-Diät soll jedoch eher als längerfristige Ernährungsumstellung gelten, nicht als kurzzeitige Diät.

(ncz/spot)