Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu und mit diesem Ende wollen wir noch einmal die sprachlichen Highlights der letzten 12 Monate besprechen. Das Jahr hat Hochs und Tiefs mit sich gebracht, die wir bis heute alle nicht recht einordnen können. Welche Worte sind das? Wir zeigen sie euch und wie sie ausgesprochen werden.

Einige Trends, die uns dieses Jahr über TikTok, Instagram und ähnliches erreichten, sind uns besonders im Gedächtnis geblieben. Doch einige scheinen noch immer nicht zu wissen, was sie bedeuten.

1. Wort im Jahr 2021: Cheugy

Die meisten Menschen aus der Generation Y wird es total cringe, wenn sie sich mit dem Wort cheugy beschäftigen müssen. Alles, was die Generation Y nämlich einmal tollfand, zieht die Gen Z heute auf TikTok durch den Kakao. Beispiele für cheugy-Dinge?

  • Minion-Memes
  • Motivationssprüche auf Shirts und Tafeln
  • Starbucks
  • Moonboots
  • „Messy Hair Buns“

So wird es richtig ausgesprochen: [CHOO-gee]

Der Neologismus kommt aus dem Englischen, doch eine ursprüngliche Bedeutung hat er nicht. Im Jahr 2013 wurde der Begriff an einer Schule in Beverly Hills erfunden. Dort bezeichneten Schulkinder Menschen als cheugs, wenn sie „ein wenig aus der Mode waren.“

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2. Wort im Jahr 2021: Dalgona

Dalgona-Kaffee war zu Beginn des Jahres noch in aller Munde. Die wundberhübsche süße Kaffeespezialität machte man sich im Frühling gerne zuhause. Sie besteht aus Instant-Cappuccino, heißem Wasser, Zucker und Milch. Die Spezialität stammt ursprünglich aus Südkorea. Wir haben bereits das leckerste Rezept für den Dalgona-Kaffe hier für dich zusammengefasst.

Wer hat Squid Game eigentlich nicht gesehen? Hoffentlich niemand mehr. Auch hier war Dalgona ein wichtiger Bestandteil der Serie. Im zweiten Spiel mussten die Teilnehmenden nämlich kleine Statuen aus Dalgona herausbrechen. Dalgona ist nämlich ein südkoreanischer Keks, der vor allem in den 80er Jahren als „Ppopgi“ auf den Straßen Südkoreas verkauft wurde.

So sprechen es alle aus: [dal-goh-na]

So wird es richtig ausgesprochen: [tal-goh-NAH]

Ja, ganz richtig gelesen: Auf Koreanisch spricht man statt einem D ein T aus. Außerdem liegt die Betonung des Wortes auf der letzten Silbe.

3. Wort im Jahr 2021: Dogecoin

2021 war das Jahr der Kryptowährungen. Während sich viele aus der Gen X noch immer daran aufhängen, dass sie 2008 noch nicht in BitCoins investiert haben, ist die Generation Y und Z schon einen ganzen Schritt weiter. Denn neben BitCoins gibt es mittlerweile zahlreiche andere Kryptowährungen, in die fleißig investiert wird.

Dogecoin basiert auf dem Internet-Hunde-Phänomen „Doge“. Der kleine Racker ist ein weltweites Meme geworden.

So wird es richtig ausgesprochen: [DOHJ-coin]

Die Bezeichnung „Doge“ beruht auf dem englischen Wort „Dog“, wurde aber von den Meme-Macher:innen ein wenig verändert. Doge gilt in der Internetcommunity übrigens als ziemlich dümmlich, aber sehr niedlich.

4. Wort im Jahr 2021: Shein

Shein ist DER Online-Shop für junge Hüpfer:innen, die sie modisch kleiden wollen, aber eigentlich absolut kein Geld haben. Hier gibt es wie bei Primark Kollektionen für gerade einmal 6 Euro zu kaufen. Allerdings steht der chinesische Konzern auch immer wieder in der Kritik, weil die Produktion der Kleidung alles andere als nachhaltig ist.

So sprechen es alle aus: [sh-ain]

So wird es richtig ausgesprochen: [SHEE-in]

Dieser Fehler unterläuft den meisten Menschen, da sie nicht genau wissen, was der Markenname bedeuten soll. Shein kann auf zweierlei Arten gelesen werden: Es kann sich wie das englische „shine“ lesen. Das ist aber falsch. Vielmehr zeigt der Name an, dass sich eine Frau (she) in diesen Klamotten befindet. Sie ist drin. She in.

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