In den letzten Wochen hat sich das Coronavirus weltweit massiv verbreitet. Es haben sich über drei Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Mehr als 211.159 sind gestorben. (Stand: 28.04.2020) Und auch die Wirtschaft ächzt unter dem Coronavirus. 

So gehen Ökonomen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um 4,2 % schrumpfen wird. Die Arbeitslosenquote wird wahrscheinlich auf 5,9 % steigen, die Zahl der Kurzarbeiter auf 2,4 Millionen.

Krankheiten wie diese beeinflussen unser Leben also sehr stark. Doch: Wissenschaftler warnen nun davor, dass wir mit unserem Verhalten weitere Krankheiten wie Sars oder Ebola begünstigen.

Naturzerstörung begünstigt Krankheiten wie Coronavirus
Krankheiten wie das Coronavirus können gefährlich werden(Photo: Tera Vector)

Wir zerstören die Natur & begünstigen damit die Ausbreitung neuer Krankheiten

So erklären Experten des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), dass die Zerstörung natürlicher Lebensräume die Ausbreitung neuer Krankheiten begünstigt. Demnach stammen mehr als 70 % der neuen Erreger, von denen Menschen infiziert werden, von Tieren. 

Weil aber immer mehr Menschen in Kontakt mit Tieren kommen, wenn sie ungebremst Wälder abholzen oder mehr Landwirtschaft betreiben, kämen die Menschen immer mehr mit Tieren in Kontakt, die den Krankheitserreger in sich trügen. 

Naturzerstörung kann neue Krankheiten hervorrufen
Das kann sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken

Die Folge: Mehr Menschen stecken sich mit Erregern an, weitere Epidemien entstehen.

Ob auch das Coronavirus dadurch entstanden ist, ist noch nicht erwiesen. Die Wissenschaftler halten dies aber für möglich. Nichtsdestotrotz gehen Forscher davon aus, dass das Coronavirus von der Fledermaus auf den Menschen übertragen wurde. 

700.000 Menschen sterben pro Jahr, weil sie sich bei Tieren anstecken

Robert Nasi, der Generaldirektor des Zentrums für Globale Waldforschung erklärt dazu, dass Erreger überhaupt erst die Gelegenheit bekommen, auf uns Menschen überzuspringen, wenn wir in unberührte Naturräume vordringen. 

Wenn Wanderarbeiter am Waldrand arbeiten, können sie sich laut Nasi mit den Erregern anstecken und diese an die Menschen in der Stadt weitergeben. 

Erschreckend: Die Forscher gehen davon aus, dass 700.000 Menschen im Jahr sterben, weil Tiere uns mit gefährlichen Krankheiten anstecken.

Nach Angaben der Experten existieren bei Säugetieren und Wasservögeln bisher 1,7 Millionen unidentifizierte Viren – mit denen sich Menschen anstecken können.

Wie verhindert man Pandemien wie das Coronavirus in Zukunft?

Die Forscher fordern:

  1. Umweltauflagen beim Wiederaufbau der Wirtschaft müssen eingehalten und erhöht werden.
  2. Wir Menschen müssen die Gesundheit des Menschen mit Tieren stärker in Verbindung bringen.
  3. Die Gesundheitssysteme in den Regionen, die das höchste Risiko für neue Viren wie etwa das Coronavirus haben, bruachen eine Finanzspritze

Apropos Abholzung, wusstest du, dass im Amazonas gerade mehr Wald abgeholzt wird als die letzten Jahre? Und das liegt unter anderem auch am Coronavirus.

Die Folgen des Coronavirus gehen aber weiter. So erhöht sich durch die Ausbreitung des Virus auch die Lebensmittelverschwendung.