Das Coronavirus hat sich weltweit ausgebreitet! Um das Virus einzudämmen, setzen Experten vor allem auf das Tragen einer Maske, den nötigen Sicherheitsabstand, das regelmäßige Händewaschen und vor allem die Kontaktverfolgung.

Doch: Eine US-Studie zeigt, dass eben diese Kontaktverfolgung zu erheblichen Problemen geführt hat.

Sind Viren eigentlich Lebewesen?

US-Studie: Hälfte der Corona-Patienten hat diesen Fehler gemacht

Demnach hat die Hälfte der Patienten, die sich im Juni und Juli mit dem Coronavirus angesteckt hat und ein positives Testergebnis erhalten hat, nicht direkt ihre Kontakte informiert. Außerdem waren 25 % der Patienten nicht erreichbar.

So sollen zwischen den ersten Tests und der Benachrichtigung von Kontakten sechs Tage verstrichen sein. „Trotz agressiver Bemühungen der Gesundheitsämter melden viele COVID-19-Patienten keine Kontakte und können auch nicht erreicht werden„, kritisieren die Studienautoren.

Um jedoch neue Infektionen zu vermeiden, brauche es, so erklären die Autoren, eine bessere Kontaktnachverfolgung und die Mithilfe der Menschen.

Die Forscher stehen mit ihrer Ansicht nicht alleine da. Auch andere Experten setzen auf eine schnelle und effiziente Kontaktnachverfolgung, um das Coronavirus einzudämmen.

Damit könnten die Pateinten dazu beigetragen haben, das Virus in den USA weiter zu verbreiten. Die USA hat die weltweit höchste Zahl an Corona-Infektionen. Der Regierung wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf das Virus reagiert zu haben.

Zweite Welle: Auch in Deutschland wird über Maßnahmen gesprochen

Die Ergebnisse der Studie beziehen sich zwar nur auf lokale Teile der USA. Dennoch wird auch hier in Deutschland momentan über Maßnahmen diskutiert, die uns im Herbst dabei helfen sollen, damit die Fallzahlen nicht so stark ansteigen. Und auch hier spielt die Kontaktnachverfolgung eine wesentliche Rolle.

Coronavirus: Kontaktverfolgung
Corona: Auch die Masken sollen uns vor einer Übertragung des Virus schützen(Photo: Merydolla/ Shutterstock)

So schreibt die Max-Planck Gesellschaft, dass die Kontaktverfolgung einen wichtigen Beitrag leistet, um eine zweite Welle einzudämmen: „Die Gesundheitsämter könnten etwa versuchen, die Zeitspanne von der Infektion bis zu ihrer Entdeckung auf ein absolutes Minimum zu beschränken.“ 

Und weiter: „Besonders effektiv ist es, wenn wir an möglichst vielen Stellen jeweils ein bisschen besser werden: Wenn Menschen bei Verdacht auf eine Infektion zügig ihre Kontakte reduzieren, wenn sie sich gewissenhaft an die Quaranäne halten und wenn die Kontakte on Trägern schnell identifiziert und vorsorglich ebenfalls in Quarantäne gehen.“

Für uns bedeutet das vor allem: Neben den AHA-Regeln wird auch die Kontaktbeschränkungen sowie die Nachverfolgung weiterhin eine große Rolle spielen, um das Coronavirus einzudämmen.

Apropos AHA-Regeln: Diese werden im Herbst noch um ein L ergänzt. Hier erfährst du, was es mit der AHAL-Regel auf sich hat.

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