Das Coronavirus bestimmt unseren Alltag nun schon seit mehreren Monaten. Und obwohl wir immer mehr über das Virus lernen, ist uns vieles noch unklar. 

Zum Beispiel: Wie viele Viren es braucht, um sich wirklich anszustecken. Und genau das wollen Forscher nun herausfinden. Dafür setzen sie auf die freiwillige Ansteckung.

Coronavirus: freiwillige Ansteckung

Wenn sich eine Person mit dem Virus infiziert, können Forscher im Nachhinein nicht mehr herausfinden, wie hoch die Viruslast gewesen ist. 

Deshalb will ein Team aus Großbritannien nun gezielt Freiwillige mit dem Coronavirus anstecken und es so herausfinden. An der Studie sollen nur Probanden zwischen 18 und 30 Jahren teilnehmen, die gesund sind. Also keine Vorerkrankungen wie etwa Herzprobleme, Diabetes oder Übergewicht haben.

Freiwillige Ansteckung: So soll die Studie ablaufen

In dieser ersten Phase ist es das Ziel, die kleinste Virusmenge festzustellen, die nötig ist, damit eine Person Covid-19 entwickelt„, erklärt das Forscherteam. Kommt es dann tatsächlich zu einer Ansteckung, soll genau beobachtet werden, wie das Immunsystem darauf reagiert.

Doch: Was genau soll der Vorteil der freiwilligen Ansteckung mit dem Coronavirus im Rahmen einer Studie sein? Peter Openshaw, Professor für experimentelle Medizin am Imperial College erklärte dem Sender BBC: „„Der große Vorteil dieser Studien mit Freiwilligen ist der, dass wir jeden Freiwilligen nicht nur während der Infektion, sondern auch vorher sorgfältig untersuchen und genau herausfinden können, was in jedem Stadium passiert.“

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Die Forscher erklären, dass sie das Risiko so gering wie möglich halten wollen. Aber dass es keine Studie gebe, die komplett risikofrei sei.

Die Studienergebnisse sollen in Zukunft bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus helfen.

Nächstes Jahr soll es mit dem Projekt losgehen. Deshalb suchen die Forscher jetzt noch nach Probanden. An der Studie ist das Imperial College in London, die britische Regierung sowie eine Klinik beteiligt.

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