Sie sind süß, verschmust, aber auch etwas kratzbürstig und seit einiger Zeit im Dienst der Stadt Chicago tätig: 1000 Katzen. Die Fellnasen sollen nämlich in der Stadt, die es auf Platz sechs der rattenreichsten US-Städte geschafft hat, die lästigen Nager beseitigen. Dafür wurde im Jahr 2012 das Projekt Cats at Work von der Katzenvermittlung Tree House Human Society ins Leben gerufen. Was dahinter steckt, wie genau die Katzen gegen Ratten eingesetzt werden und wie erfolgreich das Projekt ist, erfährst du hier.

Chicago: Katzen gegen Ratten

Für das Projekt wurden streunende Katzen eingefangen, in ein Tierheim gebracht, dort kastriert und geimpft und anschließend in Gebiete gesetzt, in denen besonders viele Ratten leben.

Das Besondere an dem Projekt: Es soll sich dabei ausschließlich um Katzen handeln, die sich nicht in einem Tierheim oder einem Zuhause wohlfühlen. Sie bekommen Betreuer:innen an die Seite, die sich um die Vierbeiner kümmern sollen, etwa indem sie ihnen Futter und Wasser hinstellen.

Katze gegen Ratten
Ein kleiner Tiger macht Jagd auf eine Ratte. Credit: IMAGO / Panthermedia

Wie erfolgreich ist das Projekt?

Die Ergebnisse sind vielversprechend: „Viele unserer Kunden haben uns erzählt, dass sie, bevor sie Katzen hatten, vor ihr Haus getreten sind und ihnen Ratten über die Füße liefen“, erklärt Sarah Liss von Tree House gegenüber WGN9.

In dem Gespräch macht Liss außerdem deutlich, dass Katzen die Ratten nicht immer töten, weil sie eigentlich kaum Interesse daran haben, die Nagetiere zu fressen. Aber: Katzen strömen einen bestimmten Geruch aus, den Ratten wahrnehmen. Und da die Nagetiere von Natur aus Angst vor den Miezen haben, tragen die Katzen allein schon mit ihrer bloßen Anwesenheit dazu bei, die Ratten zu verscheuchen.

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