Berlin als das Zentrum der Welt und den Nabel der Zeit können wir uns seit gut 1,5 Jahren abschminken. Seitdem die Coronapandemie über allem herrscht, haben sich die meisten Berliner Clubs und Kulturschaffenden damit abfinden müssen, die Füße still zu halten. Doch nun ist es endlich wieder soweit und das Warten hat ein Ende: Die Clubs sind wieder eröffnet und das große Feiern kann beginnen!

Berliner Clubs sind offen: Was du jetzt beachten musst

Zugegeben: Die meisten Berliner:innen hatten bereits sehnsüchtig darauf gewartet, endlich mal wieder auf die Piste gehen zu dürfen. Feiern, Clubs, Trinken, Tanzen, Knutschen … All das sind Schlagworte, die wir schon seit Langem nicht mehr gehört haben. Dafür ist Berlin doch eigentlich für seine legendäre Clubszene bekannt.

Umso erfreulicher ist es für viele, dass die Nächte endlich wieder durchgetanzt werden können. Doch wie bei so vielem in der Coronapandemie, gibt es auch hier einige Haken an der Sache. Wir wissen, was nun zu beachten ist und wie dir die Clubtüren der Stadt offen stehen.

Club Party DJane Frau
Berlin macht seine Clubs wieder auf!

Wiederaufnahme des Berliner Clubbetriebs: Ungeimpfte müssen draußen bleiben

Nach mehr als einem Jahr der verschlossenen Türen gehen die Inzidenzen in der Hauptstadt so weit herunter, dass die Berliner Clubs nun endlich wieder öffnen dürfen. Unter besonderen Auflagen zwar, aber immerhin.

Leider: Dichtes Menschengedränge und Party auf Tuchfühlung wie vor Corona können wir uns weiterhin abschminken. Denn natürlich hat auch die Stadt Berlin dazugelernt. Ungeimpfte können direkt auf den Absatz umdrehen: Türsteher:innen lassen nur Menschen mit digitalem Impfausweis hinein. Diese besonderen Vorschriften gelten jetzt für Clubgänger:innen außerdem.

  • Ein Impfnachweis muss bei Eintritt des Clubs vorgezeigt werden.
  • Die Luca-App wird in vielen Clubs als digitale Registrierung ebenfalls verlangt.
  • Eine Maskenpflicht besteht allerdings nicht mehr.
  • Allgemein gilt: In den Innenräumen der Clubs darf ohne Abstand, Maske und Sperrstunde gefeiert werden (dies gilt aber nur für geimpfte oder genese Personen)

Impfflicht in Berliner Clubs: knallharter Ausschluss für mehr Freiheit

Ungeimpfte haben schlechte Karten in der ’neuen‘ Berliner Clubszene. Denn selbst ein PCR-Test reicht nicht aus, um in die begehrten Räumlichkeiten zu kommen. Das Modell „2G“ wurde zuvor schon in Hamburg erprobt. Für Club-Betreiber:innen heißt das, dass ungeimpfte Menschen knallhart von dem Feiern ausgeschlossen werden. Durch diese Sicherheitsvorkehrung kommt es allerdings zu mehr Freiheiten beim Tanzen.

Natürlich bedeutet diese Regel eine Spaltung der möglichen Club-Gäste. Jedoch geht hier, wie so oft, Sicherheit vor und wer möchte schon beim Tanzen ständig mit einer Maske nach Luft ringen?

Öffnung der Berliner Clubs: Hoffnungsschimmer für viele Betreiber:innen mit Existenzängsten

Natürlich werden die Clubs jetzt erst einmal mit Tanzwütigen überrannt werden. Doch für viele Clubs wird das nicht unbedingt ausreichen. Die meisten Einrichtungen sind von tourenden Künstler:innen abhängig. Diese Gigs müssen Monate im Voraus geplant werden, was mit den ständig wechselnden Corona-Regeln oft nur schwer machbar ist.

30 Prozent der Clubs wurden schon vor Corona von Berliner-Besucher:innen frequentiert. Die Tourismuszahlen liegen momentan noch deutlich unter dem Pre-Corona-Niveau, was für viele Betreiber:innen zu einer wirtschaftlichen Existenzangst führt. Das Öffnen der Clubs ist also für einige Menschen eine zweite, riesige Chance.

Not-Option bei steigender Inzidenz

Bei einer Verschlechterung der Situation gibt es natürlich auch eine Notlösung. Diese nennt sich „Clubculture Reboot“ und wurde in Zusammenarbeit mit der Charité entwickelt. Wenn dieses Konzept in Kraft tritt, bleiben die Clubs zwar geöffnet, der Zugang ist aber für alle nur noch mit PCR-Test gültig. Die Frage ist, ob die Berliner Clubszene jemals wieder das gleiche Niveau wie vor Corona erreichen kann. Froh über die Öffnung werden allerdings sicherlich sehr viele sein.

Das könnte dich auch noch interessieren: